Bürgerforum

Trittauer liefern Ideen für besseren Radverkehr

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Elvira Nickmann
Beim Forum Radverkehrskonzept tauschten sich die Teilnehmer über Routen, Hindernisse und gefährliche Stellen für Radler aus.

Beim Forum Radverkehrskonzept tauschten sich die Teilnehmer über Routen, Hindernisse und gefährliche Stellen für Radler aus.

Foto: Elvira Nickmann

Letztes Treffen von Planern und Bürgern vor Erstellung des Konzepts. Das soll im März 2020 fertig sein.

Trittau. Das neue Radverkehrskonzept, das die Gemeinde Trittau in Auftrag gegeben hat, soll im März 2020 fertig sein. Laut Stefan Luft vom Planungsbüro urbanus aus Lübeck ist im Zeitplan zuvor noch ein Treffen mit der Politik vorgesehen. „Anfang 2020 wollen wir einen Zwischenbericht geben“, sagte der Planer. Beim Bürgerforum zum Thema im Gymnasium Trittau holten sich Luft und sein Kollege Edzard Hildebrandt von der Planungsgemeinschaft Verkehr Hannover (PVG) ein Stimmungsbild der Einwohner und jede Menge Input für ihre Arbeit ab.

Der Erwartungsdruck, dass sich die Situation ändere, sei hoch

Etwa 50 Bürger waren gekommen, um mit den Planern über ihre Ideen zur Verbesserung der Verkehrssituation für Fahrradfahrer zu diskutieren. An drei Tischen lagen großformatigen Karten vom Trittauer Ortsgebiet bereit. Auf ihnen waren die Hauptstraßen und alternative Routen eingezeichnet. Auch gefährliche Stellen für Radfahrer waren darauf vermerkt, so zum Beispiel am Ortsausgang Richtung Grönwohld. Hier erwarteten sich die Planer Vorschläge, wie die Überquerung der Kieler Straße und der Seitenwechsel sicher und komfortabel gestaltet werden könnte. Aber auch auf Fragen wie „Wie regeln wir den Eltertaxi-Verkehr am Schulzentrum“ oder „Wie beruhigen wir die Lütjenseer Straße und werten sie für den Radverkehr auf?“ konnten die Bürger Hinweise geben. Stefan Luft sagte: „Der Radverkehr ist ein Standortfaktor geworden, ein Pfund, mit dem auch eine kleine Gemeinde wie Trittau wuchern kann.“ Eines der Ziele des Konzepts sei die Schaffung einer höheren Lebensqualität, die allen Bürgern, nicht nur Radfahrern, zugute käme. Dazu müsse die Interaktion zwischen Auto- und Radfahrern sowie Fußgängern funktionieren und das große Ganze im Blick behalten werden.

Es gebe viel Handlungsbedarf, sagte Luft nach der Veranstaltung. Der Erwartungsdruck sei relativ hoch, dass sich schnell viel an der Situation ändere. Im Bürgerforum seien auch Einwohner zu Wort gekommen, die nicht im Arbeitskreis Radverkehr mitarbeiteten.

Auf der Hamburger Straße seien fahren Autofahrer zu schnell

Auf die Frage nach oft genannten Kritikpunkten antwortete Luft: „Viele Bürger fahren im Ort nicht gern auf der Fahrbahn, fühlen sich dort nicht sicher.“ Wer vom Umland über Radwege nach Trittau gelange, erlebe wie an der Lütjenseer Straße einen Bruch vom Radweg zur Fahrbahn. Immer wieder sei die Hamburger Straße genannt worden, weil dort Autos zu schnell unterwegs sein sollen. Auch die Situation auf der Poststraße habe „fast jeder im Blick“ gehabt.

Und welchen Lösungsansatz verfolgen die Planer? „Wir setzen auf die Nord-Süd-Route, um sie als gemeinsamen Fuß- und Radweg mit radverkehrsfreundlichem Belag und Beleuchtung auszubauen“, so Luft. Ob die Politik dem Vorschlag folgt, zeigt sich im März.

( nick )

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