Stormarn
Kriminalität

Polizei warnt vor „Wunderheilerinnen“ in Glinde

Die vermeintliche Wunderheilerin gab an, unbedingt Bargeld in den Händen halten zu müssen (Symbolbild).

Die vermeintliche Wunderheilerin gab an, unbedingt Bargeld in den Händen halten zu müssen (Symbolbild).

Foto: imago images / imagebroker

Sie geben vor, Bargeld in den Händen halten zu müssen. Dann kommt ein „heiliges Handtuch ins Spiel“ – und am Ende ist Geld weg.

Glinde. Ihre Gutgläubigkeit kam sie teuer zu stehen: Eine 65 Jahre alte Frau aus Glinde hat Geld in fünfstelliger Höhe an eine angebliche „Wunderheilerin“ verloren. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde die Glinderin bereits am Dienstag, 5. November, gegen 15 Uhr auf dem Glinder Markt von einer ihr unbekannten Frau angesprochen. Diese sagte der 65-Jährigen auf den Kopf zu, dass sie schwer krank sei.

Kurz darauf kam eine weitere Frau dazu und erzählte der Glinderin, wie sie selbst durch bloßes Handauflegen mit Geld in der Hand der Heilerin wieder gesund geworden sei. Daraufhin holte das Opfer eine größere Menge Bargeld von der Bank und übergab es der angeblichen Heilerin. Die murmelte daraufhin ein Gebet und gab vor, das Geld in ein „heiliges Handtuch“ zu wickeln. Dieses Bündel übergab sie dann der Glinderin.

Der Rest des Geldes entpuppte sich als gefälscht

Die 65 Jahre alte Geschädigte stellte dann am nächsten Tag fest, dass ein Teil des Geldes fehlte. Und nicht nur das: Als sie den Rest der Summe wieder bei der Bank einzahlen wollte, stellten die Mitarbeiter fest, dass diese Scheine gefälscht waren. Insgesamt entstand der Frau laut Polizei ein Schaden im unteren fünfstelligen Bereich.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang zu äußerster Vorsicht. „Betrüger denken sich immer wieder neue Maschen aus“, so Sprecherin Rena Bretsch. Die Ermittler suchen nun Zeugen. Die vermeintliche Heilerin soll etwa 50 bis 55 Jahre alt und 1,60 bis 1,65 Meter groß sein. Sie hat grüne Augen, trug eine Brille sowie schwarze Winterjacke und Hose und sprach russisch.

Die Begleiterin sprach ebenfalls russisch, war im ähnlichen Alter aber ein paar Zentimeter größer. Sie soll schlank sein und komplett in schwarz mit Hose, Mantel und Mütze gekleidet gewesen sein. Hinweise gehen an die Kriminalpolizei in Reinbek unter der Telefonnummer 040/727 70 70.