Stormarn
Beschluss

Oststeinbeker Schule nimmt keine Hamburger Kinder

Grundschule Oststeinbek an der Gerberstraße

Grundschule Oststeinbek an der Gerberstraße

Foto: Barbara Moszczynski

Anmeldezahlen für 2020/21 überschreiten die Kapazitäten bei Weitem. Deswegen bestehe keine Pflicht zur Aufnahme.

Oststeinbek. In der Vergangenheit hat die Helmut-Landt-Grundschule in Oststeinbek Hamburger Kinder, die angemeldet wurden, immer aufgenommen. Diese Praxis wird sich aber für das kommende Schuljahr 2020/2021 ändern. Darüber wird die Gemeindeverwaltung nun den Kulturausschuss informieren, dessen Politiker sich am Montag, 11. November, im Bürgerhaus treffen.

Eltern haben grundsätzlich das Recht auf freie Schulwahl

Das Schulamt Stormarn hat für die Oststeinbeker Grundschule eine Dreizügigkeit für 78 Schüler und Schülerinnen festgesetzt. Derzeit gibt es keine freien Plätze mehr: Gegenwärtig liegen der Grundschule nämlich schon 80 Anmeldungen vor, davon drei für Hamburger Kinder plus vier Anmeldungen von sogenannten Kann-Kindern. Geht man davon aus, dass alle Kann-Kinder eingeschult werden, müsste die Helmut-Landt-Grundschule noch ein Hamburger Schulkind aufnehmen – ausgewählt durch das Los. Allerdings muss die Schulleitung noch die Kinder berücksichtigen, die das erste Schuljahr wiederholen müssen. Somit wären alle Plätze belegt.

Nach dem Schulgesetz haben Eltern grundsätzlich das Recht auf freie Schulwahl, sofern die Aufnahmekapazität der Schule noch nicht erschöpft ist. Beim Schulamt des Kreises Stormarn wurde deshalb eine Anfrage zur Aufnahmepflicht für Hamburger Schüler gestellt. Ergebnis dieser Anfrage ist, dass eine Grundschule in Schleswig-Holstein Kinder aus dem benachbarten Bundesland nur entsprechend ihrer Kapazitäten aufnehmen muss, also wenn noch Plätze frei sind. Überschreitet die Zahl der Aufnahmewünsche die festgelegten Kapazitäten, muss die Schule eine Auswahl unter den Jungen und Mädchen treffen.

Kultur-, Sozial- und Jugendausschuss: Montag, 11. November., 19.30, Bürgersaal (Möllner Landstraße 22)