Stormarn
Ahrensburg

Das Abendblatt dankt für den Besuch zum 70. Geburtstag

Regionalausgabe Stormarn feiert in Ahrensburg Jubiläum. Rund 500 Gäste sind dabei und verbringen einen fröhlichen Tag der offenen Tür.

Ahrensburg.  Rund 500 Besucher bevölkerten am Sonnabend die Redaktion der Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn an der Großen Straße in Ahrensburg. Der Einladung zur großen Feier anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens waren nicht nur zahlreiche Leser gefolgt, sondern auch namhafte Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport des Kreises.

In zwangloser Atmosphäre tauschten sich die Gäste fünf Stunden lang aus. Sie nutzten die Gelegenheit, bei Redakteuren und Politikern Lob und Kritik loszuwerden. Sie lauschten der erstklassigen Musik der Pianisten Axel Zwingenberger und Günther Brackmann sowie von Reiner Regel am Saxofon. Und sie genossen die vielen kleinen Köstlichkeiten von Timms Party- und Veranstaltungsservice aus Bargfeld-Stegen.

Leser berichten über ihre Zeit mit dem Abendblatt

„Ein Tag ohne Abendblatt ist für uns kaum vorstellbar. Wir lesen die gedruckte Ausgabe ebenso wie die digitalen Angebote“, berichteten Gudrun (74) und Uwe Zimmermann (77), die seit 35 Jahren treue Leser sind. Vor vier Jahren sind sie von Sülfeld nach Ahrensburg-Gartenholz gezogen. „Seitdem greifen wir immer erst zum Lokalteil Stormarn. Dass wir dort oft Berichte aus Ahrensburg finden, freut uns natürlich besonders“, so Uwe Zimmermann.

Dieter Koch liest das Abendblatt mit kurzen Unterbrechungen seit 60 Jahren. Gekommen war er auch wegen Axel Zwingenberger. „An seinem Elternhaus in Volksdorf bin ich früher jeden Tag auf dem Weg zu Schule vorbeigekommen. Ich hab ihn zwar schon mehrfach live gesehen. Diese Gelegenheit wollte ich mir aber auf keinen Fall entgehen lassen“, so der 82-Jährige.

Erst das Rätsel, dann die Lektüre

Leserin Anita Stahmer hatte keinen langen Weg in die Redaktion, sie lebt in Ahrensburg. „Ganz besonders mag ich das Kreuzworträtsel“, verriet die 82-Jährige. Dem widme sie sich gleich nach dem Frühstück, noch vor der Lektüre. Sie nutzte die Gelegenheit, über die Entwicklung Ahrensburgs zu sprechen. „Mir werden hier zu viele Klötze hingestellt. Diese Art von Wohnbebauung empfinde ich als störend“, erklärte die Rentnerin.

Claus Glashagen (78), der die Zeitung seit rund 50 Jahren liest und sie noch als Ahrensburger Zeitung kennt, war extra aus Hamburg gekommen. „Ich schreibe pro Jahr etwa zehn Leserbriefe, meistens über politische Themen“, berichtete er.

Trittaus Bürgermeister bedankt sich mit Wein

Silke und Thomas Popp sind zwar eher Gelegenheitsleser. Dennoch interessierte sie, wo und wie der Lokalteil entsteht und wer die Artikel schreibt. „Der Besuch hat sich in jedem Fall gelohnt“, befanden sie unisono: „Tolle Musik, hervorragende Snacks und viele gute Gespräche, wir sind vollauf zufrieden.“

Zu den ersten Gästen gehörten Kreispräsident Hans-Werner Harmuth und Landrat Henning Görtz mit ihren Ehefrauen Cornelia und Anja. Bei den flotten Rhythmen der Jazzer Brackmann und Regel stimmten sie sich zugleich auf den Abend ein. Die Harmuths und Anja Görtz wollten im Kleinen Theater Bargteheide Gustav Peter Wöhler und Band hören. Während sich der Landrat auf eine gemütliche Männerrunde mit seinen beiden Brüdern freute. Glindes Bürgermeister Rainhard Zug kam in Begleitung seiner Frau Margitta und unterhielt sich unter anderem mit seinem Reinbeker Pendant Björn Warmer. Dabei ging es auch um die Digitalisierung. Beide haben das Ziel, dass Verwaltungsvorlagen den Kommunalpolitikern künftig ausschließlich digital zugestellt werden. „Bei uns verzichtet schon mehr als die Hälfte der Entscheidungsträger auf Papier“, so Warmer.

Redaktionsleiter ist begeistert von der Atmosphäre

Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch war mit Ehefrau Birte und Tochter Tomma gekommen. Als Geschenk hatten sie zwei Flaschen „Trittau, my love“, einen Grauburgunder aus Baden, mitgebracht. Lokale Berichterstattung sei essenziell für das gemeindliche Leben und die Demokratie, so Mesch: „Dafür leistet die Regionalredaktion Stormarn des Abendblatts seit vielen Jahren einen unverzichtbaren Beitrag.“

Die Bürgermeister Heiko Gerstmann (Reinfeld) und Horst Ansén (Ammersbek) warfen schon mal einen Blick auf 2020. Für die beiden Verwaltungschefs geht es um ihre berufliche Zukunft: Im Mai stehen Bürgermeisterwahlen an. Dabei zeichnen sich unterschiedliche Voraussetzungen ab. „Ich rechne fest mit Gegenkandidaten“, sagte Gerstmann, der 2014 mit 56,8 Prozent der Stimmen gewählt worden war. Ansén, seit 2009 Verwaltungschef, ist da entspannter: „Bisher haben die Parteien keine eigenen Bewerber angekündigt.“ Allerdings läuft die Frist erst am 23. März nächsten Jahres aus.

Redaktionsleiter Hinnerk Blombach zeigte sich am Ende des Tages begeistert von der Atmosphäre: „Es war eine so wunderbar freundliche und konstruktive Stimmung“, sagte er. „Das nächste Jubiläum kann kommen.“