Stormarn
Marstall

Rotarier feiern in Ahrensburg 20er-Jahre-Party

Spaß haben und Gutes tun: Gernot Brenscheidt zieht ein Los von Beate Rabe. 

Spaß haben und Gutes tun: Gernot Brenscheidt zieht ein Los von Beate Rabe. 

Foto: Melissa Jahn

Statt Großmodenacht: Großhansdorfer Club entwickelt neues Konzept mit Köstumen und Tanz für die Gäste.

Ahrensburg. Mit Lametta-Dekoration, Federboas und Charleston stand der Ahrensburger Marstall einen Abend lang im Zeichen der Goldenen Zwanziger. Die Großhansdorfer Rotarier haben keine Mühen gescheut und erstmalig zur „Saturday Night“ Motto-Tanz-Party geladen. Ansprechend gekleidet feierten und tanzten 240 Gäste schwungvoll durch die Nacht und nutzten die Gelegenheit, von einem Tanzlehrerpaar der Tanzschule Edvardsson die Grundschritte des Jives zu erlernen.

Zugegeben, der Wechsel war riskant, die Großmodenacht 14 Jahre lang ein Garant für einen – meist – ausverkauften Saal. Dementsprechend aufgeregt waren die Initiatoren, ob ihr neues Konzept aufgehen und die Gäste Lust am stilvollen Verkleiden finden würden.

Tanz-Motto soll für mehr Dynamik und Party sorgen

„Wir mussten einige Diskussionen führen und manche Mitglieder erst überzeugen, neue Wege zu gehen“, verrät Rotary-Präsident Nils Haustedt. „Mit dem Tanz-Motto wollten wir dynamischer werden und mehr Party machen.“ Gleich nach der letzten Modenacht vor einem Jahr begann die Planung für das neue Format. Claudia Lange übernahm mit ihrem Team die Dekoration, um dem „sonst mehr funktionalen Raum“ einen „Wow-Effekt“ zu entlocken. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die aber Spaß gemacht habe, sagt Lange.

Für den Auf- und Abbau sowie Service am Abend waren die Ehemänner des gemischten Serviceclubs zuständig. „Wir wollen selbst anpacken, nicht nur Handwerker mit einem Scheck bezahlen“, sagt Haustedt. „Das ist unsere Mentalität mit der wir am Ende die Spenden generieren.“

Auch das Essen war an den Stil der 20er angelehnt

Wie die Jahre zuvor war Gastronom Axel Strehl für das Catering zuständig. Statt kleiner Häppchen bereitete Strehl ein 20er-Jahre Buffet zu, informierte sich, was damals auf der Speisekarte stand. Truthahn, Beef und Lachs seien beliebt gewesen, ebenso Backkartoffeln mit Sour-Cream und Rosenkohl, sagt Strehl: „Die kleinen Häppchen haben im Vorfeld mehr Arbeit gemacht. Jetzt können die Gäste freier entscheiden, was sie mögen.“

Den musikalischen Genuss bestritten die Studenten der Billstedter HipHop Academy und begeisterten mit professionellen Breakdance- und Gesangseinlagen. Da der Musikstil der 20er-Jahre nicht automatisch zu ihrem Repertoire gehört, kreierten sie für den Abend etwas Neues.

Gemeinnützige Einrichtungen profitieren vom Erlös

„Die Wurzeln des Hiphops gehen mit den Nicholas Brothers tatsächlich auf die Musik der Goldenen Zwanziger zurück“, sagt Produktionsleiterin Uta Engel. „Herausgekommen ist eine tanzbare Choreografie, eine spannende Fusion aus Hiphop-Beats und dem Sound der damaligen Zeit.“ Als „Non-Profit-Projekt“, das sich zum Großteil aus Spenden und Auftritten finanziert, gehört die Academy zu einer der gemeinnützigen Einrichtungen, die von den Erlösen der Tanz-Party profitieren. Ebenso das Projekt Gefangene helfen Jugendlichen, Freiwillige Feuerwehr Großhansdorf und Hospizverein Ahrensburg. Neben Eintrittspreis und Getränkeverkauf sorgte eine Tombola mit insgesamt 45 Preisen für Einnahmen. Als um 23 Uhr ein Charleston-Flashmob die Tanzfläche stürmte, war die Partystimmung auf dem Höhepunkt.

Rotarier besuchten zur Vorbereitung Tanzkurse

Um den Programmpunkt stilsicher über die Bühne zu bringen, hatten die Rotarier zuvor an zwei Sonntagen einen Tanzkursus in der Tanzschule Edvardsson besucht. Worauf es beim populären Gesellschaftstanz der 20er-Jahre ankommt? „Besonders auf den Schwung in Beinen und Knien“, sagt Nils Haustedt. „Und auf den Rhythmus.“

Weil die Stormarner ihr Taktgefühl bewiesen haben, können sie sich schon jetzt auf die nächste Herausforderung einstimmen. „Latin Fever“ wird das Motto der nächsten Tanz-Party des Rotary-Clubs. „Während bei der Modenacht vor allem die Männer zu Hause geblieben sind, können wir uns mit dem neuen Konzept stärker identifizieren“, sagt Ketilbjörn Tryggvason vom Orga-Team. „Unsere Kombi – Gutes tun und interessant Spaß haben – ist voll aufgegangen.“