Stormarn
Projekt

Oldesloer planen Freilichtbühne auf der Bürgermeisterinsel

Auf der Bürgermeisterinsel am Oldesloer Exer soll eine Freilichtbühne entstehen.

Auf der Bürgermeisterinsel am Oldesloer Exer soll eine Freilichtbühne entstehen.

Foto: Finn Fischer

Verwaltungschef wünscht sich ungewöhnlichen Veranstaltungsort für Konzerte und Hochzeiten. Politik muss die Pläne noch absegnen.

Bad Oldesloe. Die Bürgermeisterinsel am Oldesloer Exer ist für Besucher nicht zu erreichen – bisher jedenfalls. Das soll sich ändern. Die Stadt will auf dem Eiland, das von der Trave umschlossen ist, eine Freilichtbühne errichten. Ein Projekt, das Bürgermeister Jörg Lembke besonders am Herzen liegt: „Dort könnten Konzerte und Hochzeiten unter freiem Himmel veranstaltet werden.“ Bislang werde das Potenzial der Fläche nicht genutzt.

Verwaltung für Infrastruktur mit Licht- und Tontechnik

Schon 2017 ließ Lembke durchblicken, die Insel zugänglich machen zu wollen. Nun konkretisiert er die Pläne: „Es soll eine kleine Bühne geben. Wir wollen die Infrastruktur schaffen, dass sich Licht- und Tontechnik bei einem Event einfach installieren lassen.“ Vor der Bühne sollen Sitzgelegenheiten für 100 Besucher entstehen. Dauerhaft begehbar soll die Insel aber nicht sein. Die Pläne beinhalten den Bau einer Zugbrücke, die nur für angemeldete Veranstaltungen heruntergelassen werden soll.

Noch in diesem Jahr geht die Verwaltung mit detaillierten Plänen in die Ausschüsse. „Wir haben ein Planungsbüro beauftragt, verschiedene Varianten zu erstellen“, sagt der kommissarische Leiter des Bauamtes, Kurt Soeffing. Gibt die Politik grünes Licht, könnte die Umgestaltung der Insel 2020 beginnen.

Früher sollen Bürgermeister auf dem Eiland Vieh gehalten haben

Die Bürgermeisterinsel ist rund 200 Quadratmeter groß und kreisrund. Sie befindet sich in einem künstlich angelegten Arm der Trave zwischen dem Kultur- und Bildungszentrum und dem Exer-Parkplatz. Woher die Insel ihren Namen hat, erklärt Stadtführerin Sieglinde Demiss-Voigtmann: „Früher sollen die Bürgermeister dort ihr Vieh gehalten haben, um die Kosten für einen Hüter zu sparen.“ Die Tiere seien im Frühjahr vermutlich mit einem Boot hingebracht und in Herbst wieder abgeholt worden.

Die Insel wurde vermutlich im frühen Mittelalter künstlich angelegt. Es wird vermutet, dass sie ein Teil der Grenzanlage des Limes Saxoniae, dem sogenannten Sachsenwall, war. „Möglicherweise stand dort eine kleine Burg oder ein Wachturm“, erläutert Demiss-Voigtmann. Die Verwaltung plant auch weitere Neuerungen für das Exer-Gelände: Mehr Wohnmobil-Stellplätze und sanitäre Anlagen mit Besuchertoiletten. Letztere sind nötig, weil die Aufenthaltsqualität auf dem zentral gelegenen Platz weiter steigt.

Am Bürgerpark könnte ein künstlicher Strand entstehen

2017 war der Skatepark saniert, ein Street-Workout-Parcours gebaut worden. Auch der Kunstrasenplatz ist in den Sommermonaten stark frequentiert. Gerade erst ist ein großes Outdoor-Schachfeld freigegeben worden. Mit der Bürgermeisterinsel wird das Projekt „Freizeit-Exer“ längst nicht abgeschlossen sein. Auch für den Teil des Bürgerparks, auf dem sich der mäßig angenommene „Dirt-Park“ befindet, gibt es Ideen. Dort könnte ein künstlicher Strand am Trave-Ufer entstehen.