Stormarn
Zuschuss

Mehr Geld für die Sanierung des Glinder Gutshauses

Um das geschichtsträchtige Gutshaus an der Möllner Landstraße zu erhalten, wird seit Jahren saniert.

Um das geschichtsträchtige Gutshaus an der Möllner Landstraße zu erhalten, wird seit Jahren saniert.

Foto: Susanne Tamm

Seit 2011 laufen Instandhaltungsarbeiten. Die Stiftung benötigt nun einen Zuschuss von der Stadt für Arbeiten an den Fenstern.

Glinde. Schritt für Schritt wird das mehr als 100 Jahre alte Gutshaus in Glinde saniert und renoviert. Bereits seit 2011 laufen die Arbeiten am Wahrzeichen der Stadt. Nun sind unter anderem die Fenster dran: Sie werden 2020 von einem Tischler instandgesetzt und bekommen einen neuen Anstrich. Dafür beantragte die im Gutshaus ansässige Sönke-Nissen-Park-Stiftung nun einen Zuschuss von 70.000 Euro bei der Stadt.

„Dadurch, dass es sich um kleine Sprossenfenster mit vielen zu streichenden Teilen handelt, ist der Aufwand sehr hoch“, sagt Volker Müller, Vorstandsmitglied der Stiftung. Das Gutachten eines Fachplanungsbüros ergab: Ein weiterer Aufschub darf nicht sein. „An einigen Fenstern blättert bereits die Farbe ab. Ein Austauschen der Fenster könnte richtig teuer werden“, so Müller. Denn das Gebäude ist denkmalgeschützt. „Abgesehen davon, haben wir auch ein Interesse daran, dass das Aushängeschild Glindes entsprechend aussieht.“

138.000 Euro kosten die nächsten Sanierungen

Das Gebäude befindet sich seit Jahrzehnten im Besitz der Stiftung. Nach der letzten abgeschlossenen Grundsanierung und Restaurierung des Gebäudes zwischen 1987 und 1993 waren seit 2011 immer wieder große Sanierungsmaßnahmen nötig. Bis 2013 wurden Fassaden und Räume im Erdgeschoss instandgesetzt. Im Dachgeschoss wurde energetisch saniert, teilweise wurden Fenster ersetzt. Von 2014 bis 2019 wurde vor allem der Keller saniert und von Feuchteschäden befreit.

2018 beauftragte die Stiftung das Fachplanungsbüro, das auf die Erhaltung und Instandsetzung denkmalgeschützter Gebäude spezialisiert ist. Das Büro legte der Stiftung eine lange Liste von nötigen Arbeiten vor. Neben den Fenstern, die 2020 erneuert werden sollen, sind unter anderem noch dringende Maurer-, Fliesen-, Klempner- und Malerarbeiten im laufenden Jahr angesagt. 138.000 Euro sind veranschlagt. 68.000 Euro stemmt die Stiftung aus Rücklagen. Den Rest soll die Stadt übernehmen.

Aufwand für Instandhaltung kontinuierlich hoch

In der Stiftungskasse stehen jährlich 15.000 Euro für Reparaturen zur Verfügung. Und diese werden auch benötigt: „Der Aufwand für die Instandhaltung des Gebäudes und der Außenanlagen ist seit vielen Jahren kontinuierlich hoch“, sagt Müller. Die Stiftung wird durch laufende Zuschüsse der Stadt, Einnahmen aus Vermietung und Veranstaltungen sowie durch Spenden getragen. Zwar könne sie Rücklagen für unvorhergesehene Arbeiten anlegen, doch die Kosten für die Fenster „übersteigen die finanziellen Möglichkeiten“, so Müller.