Stormarn
Kriminalität

Wieder Ahrensburger Schulen von Einbrechern verwüstet

Das Büro von Schulleiterin Sabine Knuth wurde völlig verwüstet.

Das Büro von Schulleiterin Sabine Knuth wurde völlig verwüstet.

Foto: Janina Dietrich / HA

Täter dringen nachts in Grundschule Am Reesenbüttel und Heimgartenschule ein. Sie stehlen iPads, Geld und richten schwere Schäden an.

Ahrensburg. Einbrecher haben es zurzeit auch auf Ahrensburger Schulen abgesehen. Erneut sind unbekannte Täter am Wochenende in zwei Bildungseinrichtungen eingedrungen, hinterließen dabei eine Spur der Verwüstung. Innerhalb eines Monats zählt die Polizei nun bereits vier Vorfälle, die sich sehr ähneln: Die Kriminellen verschafften sich jedes Mal durch Fenster Zugang zum Gebäude, nahmen auf ihrem Beutezug iPads, Bargeld und Tresore mit.

Fassungslos blickt Rektorin Sabine Knuth am Montag auf das Chaos, das Verbrecher dieses Mal in der Grundschule Am Reesenbüttel angerichtet haben. Es ist für sie bereits der zweite Einbruch innerhalb weniger Wochen. „Wir hatten die beschädigten Türen und Fenster gerade repariert und alles wieder aufgeräumt“, sagt die Schulleiterin. Nun liegen erneut Dutzende Zettel, Hefte und Ordner auf dem Fußboden ihres Büros verteilt. Im Lehrerzimmer und in weiteren Schulräumen sieht es nicht viel besser aus. Knuth sagt: „Wir werden erneut viele Überstunden machen müssen, um das alles wieder aufzuräumen.“

Verbrecher suchen hinter Wandbildern nach Wertvollem

Die Tür zum Sekretariat wurde zur Hälfte herausgerissen, auch zu anderen Räumen verschafften sich die Täter gewaltsam Zugang. „Alle Türen wurden mit brachialer Gewalt aufgehebelt“, sagt die kommissarische Konrektorin Heike Moser. Aus der Wand ihres Büros wurde zudem ein Tresor herausgerissen. „Er war zum Glück leer“, sagt sie.

Derzeit sind die Lehrer noch dabei, sich einen Überblick über die entwendeten Gegenstände zu verschaffen. Fest steht laut Knuth bereits, dass drei iPads, zwei Geldkassetten mit rund 500 Euro Bargeld sowie ein Sparschwein des Schulvereins verschwunden sind. „Das ist einfach nur dreist“, sagt Knuth. „Ich bin entsetzt, wie viel Vandalismus betrieben wurde. Beim ersten Mal waren die Räume nicht so stark verwüstet.“ Die Einbrecher hatten es ihrer Einschätzung nach wohl auf Tresore abgesehen. Bei der Durchsuchung der Räume hängten sie diverse Bilder ab – offenbar, weil sie etwas Wertvolles dahinter vermuteten.

Schon beim ersten Einbruch in die Schule in der Nacht vom 5. auf den 6. September war ein rund 150 Kilogramm schwerer Tresor verschwunden. Damals stiegen die Täter laut Knuth durch dasselbe Fenster ins Gebäude ein. Es war gerade erst repariert worden. Für die Schulleiterin besonders ärgerlich: Eigentlich sollte in den bevorstehenden Herbstferien eine Lärmschutzdecke eingebaut werden, nun werden die kaputten Türen wohl erst mal Vorrang haben.

Einbruch auch an der Heimgarten-Schule

Am Freitagabend, 27. September, schlugen Einbrecher zudem an der Gemeinschaftsschule Am Heimgarten zu. Als sie um 23.55 Uhr durch ein Fenster in das Gebäude eindrangen, lösten sie nach Angaben der Polizei einen Alarm aus, der an eine Sicherheitsfirma gemeldet wurde. Die Täter entkamen unerkannt, entwendeten laut Polizei bislang unbekannte Gegenstände aus dem Lehrerzimmer. Der Sachschaden steht noch nicht fest.

In der Nacht vom 13. auf den 14. September waren Einbrecher bereits in die Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule eingedrungen, entwendeten 27 iPads sowie Bargeld in unbekannter Höhe.

Die Kriminalpolizei in Ahrensburg hat in allen Fällen Spuren gesichert. Sie will nicht ausschließen, dass es sich um den- oder dieselben Täter handelt.