Stormarn
Neues Bauprojekt

Hoisdorf legt Grundstein für „Jahrhundertprojekt“

Hoisdorfs Bürgermeister Dieter Schippmann (r., Wählergemeinschaft DGH) legt gemeinsam mit Dachdeckermeister Torge Messerig (2. v. r.) den Grundstein für das neue Sportzentrum. Mit dabei: Bauleiter Arne Junge (M.) und Architektin Jana Schmidt, beide vom Architekturbüro Geschwister Schmidt aus Bad Segeberg.

Hoisdorfs Bürgermeister Dieter Schippmann (r., Wählergemeinschaft DGH) legt gemeinsam mit Dachdeckermeister Torge Messerig (2. v. r.) den Grundstein für das neue Sportzentrum. Mit dabei: Bauleiter Arne Junge (M.) und Architektin Jana Schmidt, beide vom Architekturbüro Geschwister Schmidt aus Bad Segeberg.

Foto: Filip Schwen

Bau des Sportzentrums mit Mehrzweckhalle auf dem TuS-Gelände hat begonnen. Ende 2020 soll es fertig sein. Kosten: 4,5 Millionen Euro.

Hoisdorf. Mit Münzgeld, einem Satz der Baupläne und einer aktuellen Tageszeitung füllt Hoisdorfs Bürgermeister Dieter Schippmann (Wählergemeinschaft DGH) den Grundstein für das neue Sportzentrum an der Oetjendorfer Landstraße. Der Neubau ersetzt die alte Halle des Turn- und Sportvereins (TuS) Hoisdorf, die bereits im Frühjahr abgerissen worden war.

„Es ist ein Jahrhundertprojekt, das größte, das die Gemeinde Hoisdorf je umgesetzt hat“, sagt Schippmann, während er den kupfernen Grundstein zuspachtelt und Pathos mitschwingen lässt. Mit 1600 Quadratmetern wird das neue Gebäude mehr als doppelt so viel Nutzfläche bieten wie sein Vorgänger. „Es ist groß genug, damit wir in den nächsten Jahren nicht gleich wieder anbauen müssen“, betont Schippmann. 4,5 Millionen Euro lässt die Gemeinde sich das Sportzentrum kosten.

Alte Halle hatte eine schlechte Energiebilanz

Neben einer Mehrzweckhalle soll der zweistöckige Bau auch zehn Umkleiden, einen Fitnessraum, einen Raum für Gymnastikkurse und die Theatergruppen des TuS, Büros und einen Besprechungsraum für die Vereinsführung sowie die Vereinsgastronomie beheimaten. Auch Räume für den Hort werden angegliedert. „Ungeplante Funde von alten Rohren und Kabeln unter dem Altbau haben die Arbeiten leicht verzögert“, sagt Architektin Jana Schmidt, die das Gebäude konzipiert hat. Dennoch soll es wie geplant Ende 2020 fertig sein.

„Eine Grundsanierung des Bauwerks aus den 1970er-Jahren, das der Verein größtenteils in Eigenregie gebaut hat, hätte Millionen verschlungen“, betont Schippmann. „Dennoch hätten wir ein altes Gebäude“, so der Bürgermeister. „Die alte Halle war von der Energiebilanz her ein Wrack“, fügt die TuS-Vorsitzende Petra Warnick hinzu. Der 870 Mitglieder zählende Verein erhofft sich durch den Neubau weiteren Zulauf. „Unsere Fitnessabteilung hat bisher im feuchten Keller trainiert“, so Warnick. Das werde sich endlich ändern.