Stormarn
Prozess

Geldstrafe: Raser flüchtet nach Unfall in Bargteheide

Vor dem Eingang des Ahrensburger Amtsgerichts steht eine Statue von Justitia.

Vor dem Eingang des Ahrensburger Amtsgerichts steht eine Statue von Justitia.

Foto: Nadine Beck

Ein Mann aus Bargfeld-Stegen musste sich wegen eines illegalen Straßenrennens vor dem Amtsgericht Ahrensburg verantworten.

Ahrensburg.  „Sie haben sich als ungeeignet zum Führen eines Kraftfahrzeugs erwiesen“, begründete die Richterin das Urteil gegen einen 28 Jahre alten Polen und verhängte eine Geldstrafe über 1800 Euro. Seinen Führerschein musste der junge Mann aus Bargfeld-Stegen abgeben. Er musste sich wegen eines illegalen Straßenrennens vor dem Amtsgericht Ahrensburg verantworten.

Die Fahrt endete an einer Straßenlaterne

Mit stark überhöhter Geschwindigkeit war der 28-Jährige mit seinem Subaru Impreza in der Nacht auf den 3. März dieses Jahres die Rathausstraße in Bargteheides Stadtzentrum entlanggerast, hatte im Bereich der Kreuzung Am Markt Pirouetten gedreht und sein Fahrzeug durch Einsatz der Handbremse absichtlich ins Schleudern gebracht.

„Gegen kurz vor 2 Uhr haben quietschende Reifen und ein aufheulender Motor die ganze Nachbarschaft aus den Betten gerissen“, berichtete ein Taxiunternehmer. Er sei aus seinem Büro gelaufen und habe den Fahrer mit Gesten dazu aufgefordert, das Tempo zu reduzieren. „Dabei wurde ich fast angefahren“, so der Zeuge. Die wilde Fahrt endete schließlich an einer Straßenlaterne. Bei dem Zusammenstoß entstand ein Sachschaden von mehr als 3000 Euro. „Anstatt den Unfall zu melden, fuhr der Angeklagte davon“, sagte Oberstaatsanwalt Christian Braunwarth. Ein Zeugenaufruf auf Facebook führte die Polizei schließlich auf die Spur des 28-Jährigen.

Die Tat räumte dieser gleich zu Prozessbeginn ein. „Das war dumm, ich habe das falsch gemacht“, sagte er. Weil ihm das illegale Rennen nicht nachgewiesen werden konnte, verurteilte das Gericht ihn lediglich wegen Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht.