Stormarn
Bombenfund in Glinde

Reinbeker fordern bessere Katastrophenschutz-Vorsorge

Die Polizei hatte ihre Einsatzzentrale bei der Räumung in Glinde in der örtlichen Feuerwache.

Die Polizei hatte ihre Einsatzzentrale bei der Räumung in Glinde in der örtlichen Feuerwache.

Foto: René Soukup

Wählergemeinschaft Forum 21 kritisiert Informationspolitik nach Bombenfund in Glinde. Darüber soll jetzt diskutiert werden.

Reinbek. Die Entschärfung einer Fliegerbombe in Glinde vergangene Woche inklusive Sperrung einer 1000-Meter-Zone rund um den Fundort will die Reinbeker Wählergemeinschaft Forum 21 jetzt im Hauptausschuss am Dienstag, 24. September, zum Thema machen und hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Sie fordert eine bessere Katastrophenschutz-Vorsorge.

Von der Räumung waren auch Bürger im Reinbeker Stadtteil Neuschönningstedt betroffen. 2200 Menschen durften erst kurz vor Mitternacht zurück in ihre Häuser und Wohnungen. Dazu zählt auch Heidrun Tacke, stellvertretende Forum-21-Fraktionsvorsitzende. Sie sagt über die Evakuierung: „Einiges hat nicht geklappt. So wurden insbesondere ältere Menschen, die kein Internet und soziale Medien nutzen, nicht rechtzeitig informiert.“ Diese seien teilweise beim Mittagessen überrascht und aufgefordert worden, binnen weniger Minuten ihr Heim zu verlassen. „Da müssen wir schauen, wie man es verbessern kann“, sagt Heidrun Tacke.

Deshalb will die Wählergemeinschaft über verschiedene Punkte wie Verpflegung von Betroffenen, die in Sicherheit gebracht werden müssen, Tagesbereitschaft der drei Reinbeker Ortswehren oder auch Vorhaltung von Aufenthaltsräumen diskutieren.