Stormarn

4600 Raser bei Kontrolle auf der Autobahn 1 geblitzt

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Der Kreis Stormarn kann sich auf Geld aus der Verfolgung von Temposündern freuen (Archivbild).

Der Kreis Stormarn kann sich auf Geld aus der Verfolgung von Temposündern freuen (Archivbild).

Foto: HA

So kommt Geld in die Kasse: Kreis Stormarn erlässt 3000 Bußgeldbescheide. 300 Fahrer müssen sogar mit Fahrverboten rechnen.

Bad Oldesloe. Jede Tempokontrolle auf der Autobahn 1 bedeutet einen warmen Regen für die Stormarner Kreiskasse. Durchgeführt werden sie zwar vom Verkehrsüberwachungsdienst Neumünster. „Doch was als unzulässige Geschwindigkeitsüberschreitung aktenkundig wird, landet dann in Form von Bußgeldforderungen bei uns“, sagt Ingo Lange, der in der Kreisverwaltung den Fachdienst Öffentliche Sicherheit leitet.

Besonders einträglich dürfte die Schwerpunktkontrolle ausfallen, die in der ersten Julihälfte unweit der Raststätte Buddikate erfolgte. Zwischen den A 1-Anschlussstellen Ahrensburg und Bargteheide gilt wegen der bröselnden Fahrbahndecke seit geraumer Zeit Tempo 80. Das allerdings wird von sehr viele Fahrern ignoriert.

28.000 Fahrzeuge wurden kontrolliert

Etwa 28.000 Fahrzeuge sind laut Polizei an jenem Tag zwischen 9 und 19 Uhr kontrolliert worden, knapp 4600 waren zu schnell unterwegs. „Die Messergebnisse hatten rund 3000 Bußgeldbescheide zur Folge“, so Lange. Mehr als 300 Fahrer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit sogar um mehr als 40 km/h und müssen nun Fahrverbote von mindestens einem Monat befürchten.

Doch nicht alle Bescheide ziehen zwangsläufig Bußgelder nach sich. „Immer mehr Sünder versuchen mithilfe von Anwälten die Strafzahlungen abzuwehren. Die Zahl an Einsprüchen wächst von Jahr zu Jahr“, weiß Lange. Mit dem Nebeneffekt, dass das die Einnahmen des Kreises mindert. Denn jeder Bußgeldbescheid, der vor Gericht landet, wird letztlich dort verbucht.

400 Euro Bußgeld für Wenden in der Rettungsgasse

Das dürfte auch auf viele Bescheide im Nachgang des schweren Lkw-Unfalls am 14. Mai auf der A 1 zutreffen. Weil Fahrer in der Rettungsgasse wendeten und zurück zum Kreuz Lübeck fuhren, wurden zehn Verfahren eingeleitet. Sechs Bußgeldbescheide über 400 Euro samt vierwöchigem Fahrverbot sind bislang ergangen, gegen fünf laufen Einsprüche. Zwei Verfahren sind noch in der Anhörung, bei zwei weiteren sind die Ermittlungen der Polizei hinsichtlich der Fahrer noch nicht abgeschlossen.

( luka )

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