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Hoisdorf: Feuerwehrleute retten Rehkitz aus Gartenpool

Das Rehkitz flüchtet nach der Rettung in den Wald (Symbolbild).

Das Rehkitz flüchtet nach der Rettung in den Wald (Symbolbild).

Foto: dpa Picture-Alliance

Knapp 30 Einsatzkräfte wollen bei der besonderen Tierrettung helfen. Ein Feuerwehrmann springt in voller Ausrüstung ins Wasser.

Hoisdorf. Es war ein besonderer Einsatz für die Feuerwehrleute in Hoisdorf – und den wollte sich keiner entgehen lassen: Knapp 30 Kameraden sind am Wochenende ausgerückt, um ein Rehkitz aus einem Gartenpool zu retten. Anwohner bemerkten das hilflose Tier am Sonnabendmorgen und alarmierten die Feuerwehr. Das junge Reh konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr aus dem laut Feuerwehr etwa 1,20 Meter tiefen Wasser befreien.

Das Tier lässt sich widerstandslos aus dem Pool ziehen

„Wenn wir in Hoisdorf schon mal einen Einsatz haben und der Alarm losgeht, bleibt kein Feuerwehrmann zu Hause“, sagt Amtswehrführer Olaf Stolt. Mit drei Fahrzeugen eilten die Kameraden zu dem Einfamilienhaus am Schwarzen Weg. „Wir wissen ja nie, was uns erwartet“, sagt Stolt. „Aber wir hätten es wohl auch zu dritt geschafft.“

So konnten die anderen Feuerwehrleute mitverfolgen, wie ihr Kollege Yannick Stolt mit voller Ausrüstung in den Pool sprang und das Reh in die Arme von Ortswehrführer Oliver Andres und Olaf Stolt trieb, die am Rand warteten. Die beiden Männer zogen das Tier in wenigen Sekunden aus dem Pool. „Es ist sofort in den Wald verschwunden“, sagt Olaf Stolt.

Die Rettungsaktion dauert nur fünf Minuten

Die Rettungsaktion habe nur gut fünf Minuten gedauert. Sie wird den Kameraden aber trotzdem noch lange in Erinnerung bleiben. „Wir müssen öfter mal Tiere aus dem Moor oder so retten, aber ein Pool war bisher noch nicht dabei“, sagt der Amtswehrführer. „Das ist schon etwas Außergewöhnliches.“