Stormarn
Delingsdorf

Notfalleinsatz am Zug nach Hamburg – 350 Gäste saßen fest

Bahnstrecke Hamburg–Lübeck nach Unfall wieder freigegeben. Es kann aber weiterhin zu Verzögerungen kommen.

Delingsdorf. Wegen eines Notarzteinsatzes war die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Lübeck in beide Richtungen gesperrt. Nach Auskunft der Bundespolizei war es bei Delingsdorf gegen 13.30 Uhr zu einem Unfall mit einem Regionalexpress in Richtung Hamburg gekommen. Die Strecke wurde wie geplant gegen 16 Uhr wieder freigegeben, so dass der Zug mit den 350 Passagieren weiter in Richtung Ahrensburg/Hamburg fahren konnte. Die genauen Hintergründe sind derzeit noch unklar. Auch nach der Streckenfreigabe muss jedoch noch mit weiteren Verzögerungen gerechnet werden.

Züge wurden zurückgehalten und umgeleitet

Wegen des Unfalls wurden nach Auskunft der Bahn zunächst alle Züge zurückgehalten. EC- und ICE-Züge sollten über eine andere Strecke umgeleitet werden. Fahrgäste mussten sich auf erhebliche Verspätungen und Zugausfälle einstellen.

Laut Bahn fuhren während der Streckensperrung die Regionalzüge zwischen Ahrensburg und Hamburg sowie zwischen Bad Oldesloe und Lübeck. Wer von Hamburg nach Lübeck oder in die andere Richtung reisen wollte, musste Umwege über Kiel in Kauf nehmen oder warten.

Zug wurde nicht evakuiert

Gerhard Stelke, Sprecher der Bundespolizei, sagte dem Abendblatt: „Der Notfallmanager der Bahn hat entschieden, dass der betroffene Zug in Delingsdorf nicht evakuiert werden sollte.“ Da die rund 350 Passagiere aber auf freier Strecke nur im Notfall aussteigen dürfen, mussten sie im Zug bleiben. Der Zug sei klimatisiert, hieß es, allen Fahrgästen ginge es während des Einsatzes gut. Die Kriminalpolizei aus Ahrensburg sowie die Bundespolizei sind noch mit den Ermittlungen befasst.