Rassismus

Staatsschutz ermittelt wegen Hetzparolen in Ahrensburg

Unbekannte schmierten „Die Demokraten bringen uns den Volkstod“ an die Bauernbrücke.

Unbekannte schmierten „Die Demokraten bringen uns den Volkstod“ an die Bauernbrücke.

Foto: Elvira Nickmann

Unbekannte Täter schmieren Hetzparolen unter Brücken. Dieses Jahr gab es bereits mehrere derartige Vorfälle.

Ahrensburg.  Rassistische, sexistische und antidemokratische Hetzparolen – und das den Auewanderweg entlang. Ihr Geschmiere haben die bislang unbekannten Täter unter vier Ahrensburger Brücken auf Höhe der Straßen Woldenhorn und Fannyhöh sowie an der Bahntrasse und der Lübecker Straße platziert. Unter der Bauernbrücke ist nun in schwarzen Lettern der Schriftzug „Die Demokraten bringen uns den Volkstod“ zu lesen. Weitere Parolen richten sich gegen die EU, den Islam, Israel, linksgerichtete Parteien sowie die LGBT-Gemeinschaft, zu denen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender zählen. Der Staatsschutz in Lübeck hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bauhof entfernt Schmierereien

„Es ist bedauerlich und erschreckend, dass so etwas passiert“, sagt Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach. Nach Angaben des SPD-Politikers wird der Bauhof die Schmierereien so schnell wie möglich entfernen. Auch der Runde Tisch Ahrensburg positioniert sich deutlich gegen die Hetzparolen. „Die Texte enthalten zum Teil Morddrohungen und sind nicht zu tolerieren“, sagt Sprecherin Bernadette Kölker. Auf seiner Homepage hat das Forum eine Unterschriftenaktion gegen rassistische und nationalistische Angriffe in der Schlossstadt gestartet. Erst im Februar dieses Jahres waren in Ahrensburg und Bargteheide fremdenfeindliche Schmierereien an mehreren öffentlichen Gebäuden aufgetaucht.

( ltr )

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