Stormarn
Sozialarbeit

Reinbek hat einen neuen Kümmerer für Wohnungslose

Christoph Biedenweg ist Reinbeks neuer Sozialarbeiter für Wohnungslose. Er kümmert sich auch um Flüchtlinge.

Christoph Biedenweg ist Reinbeks neuer Sozialarbeiter für Wohnungslose. Er kümmert sich auch um Flüchtlinge.

Foto: Susanne Tamm

Christoph Biedenweg will als Sozialarbeiter für Wohnungslose helfen, wo es nötig ist. Mehr Unterstützung unterm Strich Geld sparen.

Reinbek.  Um Konflikte und zusätzliche Kosten in ihren Unterkünften und angemieteten Wohnungen zu vermeiden, hat die Stadt Reinbek jetzt den Diplom-Sozialpädagogen Christoph Biedenweg als Sozialarbeiter für Wohnungslose eingestellt. Demnächst soll er noch eine Kollegin bekommen. Dies ist eine freiwillige Leistung der Stadt, die die Kosten unter anderem aus der Integrationspauschale des Landes deckt.

Hintergrund ist ein Posten über 528.000 Euro, der im Haushalt 2018 für bauliche Unterhaltungen der Unterkünfte und angemietete Wohnungen aufgetaucht sei, erläutert Björn Warmer. Eine genaue Analyse deckte zwar auf, dass etwa die Hälfte der Kosten auf Heizungsanlagen, geplatzte Rohre und Ähnliches zurückging, dennoch habe es auch andere Ursachen gegeben, etwa unsachgemäße Nutzung von Geräten.

Biedenweg hilft auch Flüchtlingen

Um diese und ähnliche Fälle kümmert sich jetzt Christoph Biedenweg. Der 41-Jährige ist der Ansprechpartner für Flüchtlinge und Wohnungslose, er berät, betreut und vermittelt bei Bedarf auch weiter. „Außerdem begleite und unterstütze ich sie auch bei der Wohnungssuche“, sagt Biedenweg. „Etwa, wenn sie einen Wohnungsberechtigungsschein brauchen.“

Das erste Ziel ist laut Bürgeramtsleiter Torsten Christ, drei von Obdachlosigkeit bedrohten großen Familien zu helfen. „Das wird schwierig, weil es in Reinbek mit Sicherheit keine Wohnung für acht bis zehn Personen gibt“, sagt Christ. Im ganzen Hamburger Speckgürtel gebe es nichts, was bezahlbar wäre.

„Probleme aufgrund ethnischer Gründe versuchen wir schon im voraus durch räumliche Trennung zu vermeiden“, sagt Torsten Christ. „Wohnungen wollen wir künftig nur noch für Familien mieten, um uns die Betreuung der Bewohner durch eine zentrale Unterbringung zu erleichtern.“