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Dramatischer Badeunfall: 17-Jähriger aus Trittau gelähmt

Der schwer verletzte Junge wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Unfallkrankenhaus nach Boberg geflogen (Archivbild).

Der schwer verletzte Junge wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Unfallkrankenhaus nach Boberg geflogen (Archivbild).

Foto: HA

Junge hat sich bei Sprung ins Wasser drei Halswirbel gebrochen. Freunde organisieren Spenden für die betroffene Familie.

Trittau.  Der dramatische Badeunfall am Großensee hat viele Bürger des Amtes Trittau auch an den Pfingstfeiertagen bewegt. Bei einem Kopfsprung ins Wasser hatte sich der 17 Jahre alte Schüler Finn Zielsdorf schwerste Verletzungen an der Wirbelsäule zugezogen. Er war von einem Ersthelfer aus dem See geholt und reanimiert worden. Kurz darauf wurde er vom Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Boberg geflogen.

Über die sozialen Netzwerke hatte sich die Nachricht schnell verbreitet und eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Beiträge auf der Facebook-Präsenz von Trittau Online sind zahlreich kommentiert und geteilt worden. Inzwischen gibt es etliche konkrete Hilfsangebote für die Familie des verunglückten Schülers. Mehrere Gewerbetreibende wollen in ihren Geschäften für ihn sammeln. Ein enger Freund hat noch am Freitag ein Spendenkonto bei der Sparkasse Holstein eröffnet.

Eltern sind überwältigt von Anteilnahme

„Wir sind überwältigt von der großen Anteilnahme und Solidarität. Viele Menschen, die wir zum Teil gar nicht kennen, haben Finn und uns Mut zugesprochen und Unterstützung zugesagt. Dafür sind wir unendlich dankbar“, sagte Vater Ulf dem Abendblatt.

Bei ihrem entscheidenden Spiel zum Aufstieg in die Kreisliga gegen den Lübecker SC (2:0) haben auch die Fußballer des TSV Trittau spontan für Finns Familie gesammelt. „Wir werden die Aktion bei allen Heimspielen der neuen Saison fortsetzen“, so Spieler Niklas Sondershausen, der während der Partie unter seinem Trikot ein T-Shirt mit der Aufschrift „stark bleiben, finn!“ trug.

Spendenkonto eingerichtet

Unterdessen kämpft der verunglückte Zehntklässler des Gymnasiums Trittau im Krankenhaus mit den Folgen seines schweren Unfalls. Beim Aufprall unter Wasser hat er sich drei Halswirbel gebrochen. „Durch die Verletzung des Rückenmarks gehen die Ärzte von einer hohen Querschnittslähmung aus“, so Silke Zielsdorf. Wegen einer zusätzlichen Lungenentzündung sei Finn momentan stark sediert und nicht ansprechbar.

Spendenkonto bei der Sparkasse Holstein, IBAN DE29 2135 2240 0187 2685 11, Kontoinhaberin: Daniela Reimers, Stichwort: Finn.