Diskussion

Ahrensburg startet Umkleidehaus-Bau auf dem Stormarnplatz

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Janina Dietrich
Die SPD wollte den Bau des Umkleidehauses aufschieben, um zunächst über die Zukunft der Fußballfelder auf dem Stormarnplatz zu diskutieren und „Fehlinvestitionen zu vermeiden“.

Die SPD wollte den Bau des Umkleidehauses aufschieben, um zunächst über die Zukunft der Fußballfelder auf dem Stormarnplatz zu diskutieren und „Fehlinvestitionen zu vermeiden“.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA / A .Laible

Zahlreiche Sportler protestierten bei der Stadtverordnetenversammlung gegen die von der SPD ins Gespräch gebrachte Verschiebung.

Ahrensburg.  Die Ankündigung der Ahrensburger SPD, mit einem Dringlichkeitsantrag den geplanten Bau des Umkleidehauses auf dem Stormarnplatz aufzuschieben, hat bei der Stadtverordnetenversammlung große Proteste ausgelöst. Zahlreiche Fußballer kamen am Montagabend zur Sitzung in den Marstall, um ihrem Unmut über den Vorschlag Luft zu machen, insbesondere der Roter Stern Kickers.

Vereine appellieren an die Politiker

Der Verein ist einer von drei Nutzern des Stormarnplatzes, spielt dort mit zwei Mannschaften. Kickers-Fußballobmann Florian Meyer sagte: „Wir sind eindeutig für den Erhalt der Sportplätze im Zentrum. Woher nimmt die SPD ihre Annahme, dass die Größe des Stormarnplatzes in Zukunft nicht mehr ausreichen könnte? Das ist gegen jeden Trend, denn tatsächlich nimmt die Zahl der Fußballmannschaften landesweit ab.“

Georg Tür, Vorsitzender des FC Ahrensburg (zwei Mannschaften), wandte sich mit einem emotionalen Appell an die Politiker. „Ich bitte alle Fraktionen, das Umkleidehaus bauen zu lassen – so wie es mit den drei Vereinen und der Verwaltung entworfen wurde“, sagte er. Und weiter: „Ich flehe darum. Die Zustände im Bruno-Bröker-Haus sind katastrophal und unwürdig für eine Stadt wie Ahrensburg. Es kann nicht sein, dass sich die Sportler bei Wind und Wetter draußen umziehen müssen, weil sie nicht in die Umkleide gehen wollen.“

Ausschreibung für die Bauarbeiten soll in Kürze rausgehen

Die Worte zeigten Wirkung. Jochen Proske, Fraktionsvorsitzender des SPD, zog den Dringlichkeitsantrag zurück. „Wir haben in den vergangenen Tagen viele Gespräche mit den Sportlern geführt und dabei gemerkt, dass der Fokus der Betroffenen darauf liegt, jetzt ein Umkleidehaus zu bekommen“, sagte er.

Der Bau des Umkleidehauses werde nun zügig in Angriff genommen, sagte Bürgermeister Michael Sarach. Denn der Haushalt für das Jahr 2019 sei in der vergangenen Woche vom Innenministerium in Kiel genehmigt worden. „Wir sind jetzt in der Lage, sofort mit der Umsetzung zu beginnen. Die Ausschreibungen für die Arbeiten können rausgehen.“

( jjd )

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