Stormarn
Ahrensburg

Politik berät in Kürze über die Zukunft des Stormarnplatzes

Was wird aus dem Stormarnplatz? Die Politiker beraten zunächst darüber, wo und in welcher Form dort Parkplätze realisiert werden könnten.

Was wird aus dem Stormarnplatz? Die Politiker beraten zunächst darüber, wo und in welcher Form dort Parkplätze realisiert werden könnten.

Foto: Thomas Jaklitsch / HA / A .Laible

Ahrensburger Verwaltung sieht keine Alternative zur geplanten Tiefgarage unter dem Stormarnplatz. Sieben andere Varianten geprüft.

Ahrensburg. Die Ahrensburger Verwaltung sieht keine Alternative zur geplanten Tiefgarage unter dem Stormarnplatz . Das geht aus einer Vorlage hervor, mit der sich die Mitglieder des Bauausschusses am Mittwoch, 20. März, beschäftigen werden. Die Stadt hatte im Auftrag der Politik geprüft, ob es kostengünstigere Lösungen gibt, um den innerstädtischen Parkplatzbedarf zu decken.

Denn eine Tiefgarage in offener Bauweise mit 255 Plätzen, überdeckt von einem urbanen Park mit Skateranlage, würde fast zehn Millionen Euro kosten. Diese Summe nannten die Planer bei der Präsentation einer Machbarkeitsstudie im November 2018. Die meisten Mitglieder des Bauausschusses reagierten entsetzt. „Zu hässlich und zu teuer“ lautete ihr Urteil. „Wegen extremer Unwirtschaftlichkeit der vorgeschlagenen Vorzugsvariante“ vertagten sie eine Entscheidung über das Projekt. Die Verwaltung hat in der Zwischenzeit sieben andere Varianten geprüft:

Südlicher Rathausplatz: Dort könnte eine Tiefgarage mit 80 Plätzen für rund 2,4 Millionen Euro gebaut werden. Probleme sieht die Verwaltung wegen des Denkmalschutzes und der schwierigen Erschließung. Während der Bauzeit würden Parkplätze wegfallen.

Östlicher Stormarnplatz: Hier könnten anstelle der Tiefgarage auch ein Parkplatz (250 Plätze für 1,3 Millionen Euro) oder ein begrünter Parkplatz (200 Plätze für 1,2 Millionen) gebaut werden. Laut Verwaltung ist diese Variante „städtebaulich nicht vertretbar“, weil die letzte zentrale innerstädtische Grünfläche verloren ginge. Der geplante Stadtpark ließe sich nicht mehr realisieren.

Westlicher Stormarnplatz: Für 1,5 Millionen Euro könnten 300 Parkplätze gebaut werden. Auch hier urteilt die Verwaltung: „städtebaulich nicht vertretbar“. So müssten ein Kunstrasenplatz und eine Grünfläche verschwinden. Das Vorhaben würde zudem mit dem geplanten Umkleidehaus kollidieren.

Gesamter Stormarnplatz: Gleiches gilt laut Verwaltung, wenn der zum Parken genutzt würde. 800 Plätze könnten dort für vier Millionen Euro errichtet werden.
Südlicher Stormarnplatz: Ein Parkhaus auf der Grandfläche würde nach Angaben der Stadt neun Millionen Euro kosten (255 Plätze). Auch davon rät sie ab: „Umsetzung nur möglich bei Verlagerung der Sportplätze oder Fällung des gesamten südlichen Baumbestandes“, heißt es aus dem Rathaus.

Alte Reitbahn: Auf dem Areal könnte für knapp 16 Millionen Euro ein Parkhaus mit 450 Plätzen gebaut werden. Dann wäre aber eine Realisierung des geplanten Wohnprojektes nicht mehr möglich.

Die Verwaltung rät der Politik, bei der geplanten Tiefgarage in Rathausnähe zu bleiben. Zumal sich die Kosten für die Stadt Ahrensburg durch Fördergeld für die Gestaltung der Freifläche auf 8,2 Millionen Euro reduzierten.