Stormarn
Großeinsatz

Ammersbek: Nachbarn retten Hund aus brennender Wohnung

In diesem Mehrfamilienhaus am U-Bahnhof Hoisbüttel hat es gebrannt.

In diesem Mehrfamilienhaus am U-Bahnhof Hoisbüttel hat es gebrannt.

Foto: Janina Dietrich / HA

Feuerwehr rückt mit Großaufgebot zu einem Mehrfamilienhaus am U-Bahnhof Hoisbüttel aus. Die Nachbarn retten sich selbst aus dem Gebäude.

Ammersbek.  In einem Mehrfamilienhaus am U-Bahnhof Hoisbüttel ist am Montagmittag eine Wohnung ausgebrannt. Nachbarn alarmierten um 12.28 Uhr die Feuerwehr. Ein anderer Anrufer meldete der Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe, dass in dem Gebäude zwei Personen um Hilfe schreien würden. Die Feuerwehr rückte deshalb mit einem Großaufgebot von rund 30 Einsatzkräften zu dem viergeschossigen Wohnhaus an der Hamburger Straße aus. Auch mehrere Polizei- und Rettungswagen eilten in den Ammersbeker Ortsteil Hoisbüttel.

Nachbarn evakuieren das dreigeschossige Wohnhaus

„Als wir am Einsatzort eintrafen, stand das Wohnzimmer bereits in Flammen“, sagt Gruppenführer Stefan Graack von der Freiwilligen Feuerwehr Hoisbüttel. „Der Mieter selbst war nicht zu Hause.“ Zwei Nachbarn waren zu dem Zeitpunkt bereits von Haustür zu Haustür gerannt, hatten alle Bewohner gewarnt und aus dem Gebäude geholt. „Sie haben sich vorbildlich und genau richtig verhalten“, sagt Graack. Als sie das Haus verlassen wollten, hörten sie ein Jaulen aus der brennenden Wohnung im ersten Stock. Ein Hund war noch darin gefangen. „Ein Nachbar hat daraufhin die Haustür aufgebrochen und das zitternde Tier gerettet“, sagt Graack. Der Hund blieb unverletzt.

Die Ursache für das Feuer steht noch nicht fest

Die Feuerwehr löschte die Flammen innerhalb von zehn Minuten. „Die Wohnung ist unbewohnbar“, sagt Graack. Das darunter liegende Fuß- und Rückenzentrum sei durch Löschwasser beschädigt worden, auch im Treppenhaus sind Pfützen zu sehen. Mit einer schwarzen Plane haben die Einsatzkräfte die zerstörte Fensterfront zum Balkon abgehängt. „Die Brandursache ist noch unklar“, sagt Graack.

Verletzt wurde durch das Feuer niemand. Der Mieter der Wohnung, der erst später zum Einsatzort kam, erlitt jedoch einen Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Hamburger Straße musste für die Löscharbeiten teilweise gesperrt werden, es bildete sich ein langer Stau.