Stormarn
Glinde

Beratungsstelle für Familien hat eine neue Koordinatorin

Barbara Wohldorf ist Mutter zweier Kinder. Sie hat lange als Erzieherin gearbeitet.

Barbara Wohldorf ist Mutter zweier Kinder. Sie hat lange als Erzieherin gearbeitet.

Foto: Susanne Tamm

Beratungsstelle bildet Netzwerk zur Unterstützung von Familien in Glinde und Oststeinbek. Neue Koordinatorin ist Quereinsteigerin.

Glinde.  Um Familien in ihrem Alltag zu unterstützen, ihnen lange Wege zu ersparen, bündelt das Netzwerk „Familien im Zentrum Glinde-Oststeinbek“ Angebote rund ums Kind. „Im Alltag von Müttern und Vätern hat sich viel verändert: Es gibt immer mehr Doppelverdiener, die gemeinsame Zeit in der Familie nimmt ab“, sagt die neue Koordinatorin Barbara Wohldorf. Die Beratungsstelle für Mütter, Väter und die Mitarbeiter verschiedener Einrichtungen in Glinde und Oststeinbek gibt es seit 2015.

„Es gibt kein Haus, unter dessen Dach verschiedene Beratungen zusammengefasst werden“, erklärt Barbara Wohldorf. Die 54-jährige Hamburgerin stehe eher den Kollegen dabei zur Seite, den Familien zusätzliche Angebote zu machen. „Jeder weiß, wie hoch der Personalmangel gerade in den Kindertagesstätten ist“, erläutert Barbara Wohldorf, die sich mit 34 Jahren noch als Quereinsteigerin zur Erzieherin ausbilden ließ. Seit 2003 hat Wohldorf in dieser Funktion gearbeitet, zuletzt in Ahrensburg eine Kita geleitet. Ihre Leidenschaft sei es, immer wieder etwas Neues hinzuzulernen. So hat sie sich neben dem Beruf noch als Kunsttherapeutin weitergebildet und während einer Auszeit an der Uni Hamburg ihren Master in Lerntherapie gemacht. Wohldorf betreut auch das Bundesprojekt „Questo“, um anderen den Quereinstieg in den Erzieher-Beruf zu ermöglichen.

Ihr neues Projekt „Familien im Zentrum“ koordiniert sie in Teilzeit. „Ich bin jetzt erst einmal dabei, die Einrichtungen kennenzulernen“, erzählt sie. Die Kommunikation unter ihnen sei bereits sehr gut: „Das Netzwerk in Glinde und Oststeinbek ist großartig, etwas Besonderes.“ Gemeinsam mit Michel Brehm, der das Projekt vor ihr koordiniert hat und sie weiter unterstützt, will sie für die Mitarbeiter beispielsweise einen Sozialraum-Spaziergang anbieten, damit sie die anderen Einrichtungen der Region – Jugendamt, Kinderhaus, Hausaufgabenhilfe, DaZ-Zentraum und Ähnliches – kennenlernen. Privat ist die Mutter zweier Kinder (24 und 26) gern kreativ: „Die Bildhauerei bringt mir Freude. Früher habe ich Kalksandstein bearbeitet, jetzt fertige ich lieber Plastiken aus Ton an.“