Stormarn
Ahrensburg

Inklusion soll gegen Fachkräftemangel helfen

Beim Businessfrühstück zum Thema "Betriebliches Eingliederungsmanagement und Inklusion" bei Acer in Ahrensburg: Matthias Terpe (Kaufmännischer Geschäftsleiter Acer, v.l.), Frank Fiedler (Geschäftsführer Motio Hamburg), Anja Gröh (Head of Human Resources Acer) und Rüdiger Klanck (Fachberatung Aktionsbündnis)

Beim Businessfrühstück zum Thema "Betriebliches Eingliederungsmanagement und Inklusion" bei Acer in Ahrensburg: Matthias Terpe (Kaufmännischer Geschäftsleiter Acer, v.l.), Frank Fiedler (Geschäftsführer Motio Hamburg), Anja Gröh (Head of Human Resources Acer) und Rüdiger Klanck (Fachberatung Aktionsbündnis)

Foto: Acer Computer GmbH

Eine Initiative spricht über Chancen durch Eingliederung von Menschen mit Behinderung. Ahrensburger Computerhersteller Acer macht mit.

Ahrensburg.  Einerseits klagen im Kreis Stormarn viele Unternehmen über Fachkräftemangel, Stellen lassen sich kurzfristig kaum noch besetzen. Auf der anderen Seite hoffen viele Menschen mit Behinderung auf eine Chance am Arbeitsmarkt. Der Ahrensburger Computerhersteller Acer möchte beide Seiten zusammenbringen, um einen gegenseitigen Nutzen zu generieren.

Dazu hatte das Unternehmen jetzt in Kooperation mit dem „Aktionsbündnis Schleswig-Holstein – Inklusive Jobs“ zu einem Businessfrühstück unter dem Motto „Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und Inklusion - Chancen für Arbeitgeber dem Fachkräftemangel zu begegnen“ eingeladen, bei dem sich 25 Unternehmensvertreter aus der Region zum Thema austauschten und Erfahrungen teilten.

Viele Arbeitsgeber sind offen für Veränderungen

„Wir haben heute aufgezeigt, wie wir das betriebliche Eingliederungsmanagement eingeführt haben, damit sich andere Arbeitgeber ein Bild davon machen können, was es bedeutet, Beschäftigte nach langer Krankheit wieder zu integrieren“, sagt Anja Gröh, Personalchefin bei Acer. „Oftmals dauert es viele Monate, bis ein Arbeitnehmer wieder vollständig einsetzbar ist. Und der Prozess verläuft nicht immer gradlinig, aber wir reichen unseren Beschäftigten die Hand und können so langfristig unser Personal halten“, sagt die Personalerin. Rüdiger Klanck, Fachberater beim Aktionsbündnis „Inklusive Jobs“, wünscht sich, dass sich mehr Unternehmen im Bereich der Inklusion engagieren und betont die Chancen: „Wer Menschen mit Behinderung bei der Personalsuche in Erwägung zieht und sie unterstützt, dem eröffnet sich ein neuer Bewerberpool.“

Klanck lerne täglich qualifizierte und motivierte Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung kennen. „Sie benötigen oft nur eine angepasste Arbeitsausstattung.“ Das Treffen habe gezeigt, dass viele Arbeitgeber offen für Veränderungen seien.