Stormarn
Ahrensburg

Ahrensfelder Kulturbanausen präsentieren buntes Programm

Bringen Leben nach Ahrensfelde: Die Kulturbanausen Heinz Mölk (v. l.), Andreas Goldau, Gerd Provvedi, Patrick Schmidt und Martin Studt .

Bringen Leben nach Ahrensfelde: Die Kulturbanausen Heinz Mölk (v. l.), Andreas Goldau, Gerd Provvedi, Patrick Schmidt und Martin Studt .

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Bei der zweiten Kulturnacht in dem Ahrensburger Ortsteil am 26. Januar gibt es Livemusik, einen Poetry-Slam und Bildergalerien.

Ahrensburg.  Im Ahrensburger Stadtteil Ahrensfelde ist an vielen Tagen im Jahr nicht allzu viel los auf den Straßen. Denn hier gibt es weder einen Supermarkt noch einen Friseur oder ein Café für den Klönschnack. Das soll sich ändern – zumindest an einigen Abenden im Jahr: Der neu gegründete Verein Ahrensfelder Kulturbanausen will drei bis vier kulturelle Veranstaltungen im Jahr organisieren. Los geht es am Sonnabend, 26. Januar, mit der zweiten Ahrensfelder Kulturnacht im Restaurant Peerstall Cavallino.

Vor vier Jahren hatte Martin Studt, Eigentümer des gleichnamigen Ahrensfelder Reitstalls, die Idee, mehr Kultur nach Ahrensfelde zu bringen. Damals organisierte er unter dem Namen „Kultur Live“ die erste Kulturnacht. „Das war sehr viel Arbeit, ich habe alles in Eigenregie gemacht“, so Studt. Doch schon da habe er gemerkt, dass die Stormarner Lust auf Kultur haben. Mehr als 180 Gäste kamen an diesem Abend ins Cavallino und genossen Live-Musik, eine Thriller-Lesung sowie eine ausgefallene Tätowier-Show.

Neuer Verein will Stormarns Kulturszene auffrischen

Für die Neuauflage hat sich jetzt der Verein Kulturbanausen gegründet. Zu den Mitgliedern zählen Andreas Goldau, ehemaliger Trainer der Fußballer des SCC Hagen Ahrensburg, und Heinz Mölk, früherer Teamkapitän der Volleyballer des Oststeinbeker SV. Sie hatten mit Studt die Idee, die Kulturszene in Stormarn etwas aufzufrischen.

Die Kulturbanausen haben sich zum Ziel gesetzt, das soziale Leben im Dorf, später auch über Ahrensburgs Grenzen hinaus, zu fördern. Jungen Künstlern soll eine Bühne geboten werden. „Die Besucher sollen für kleines Geld handgemachte Sachen entdecken“, sagt Studt. Das Programm soll bunt gemischt sein: Vom Rum-Tasting mit kubanischem Zigarrendreher und Musik bis zur Zaubergala und kulinarischen Events, Lesungen und Skat- sowie Knobelabenden mit Livemusik.

Poetry-Slam und Live-Musik

Worauf können sich die Besucher bei der 2. Kulturnacht freuen? Zum einen wird es Poetry-Slam, einen literarischer Vortragswettbewerb, geben. Die Moderation übernimmt der in der Szene bekannte Hamburger Slam-Poet Lennart Hamann. Auch Livemusik darf nicht fehlen: Zuerst tritt Singer-Songwriter Marengo auf. Danach folgt Florian Grey und Band, die akustischen Melodic Rock spielen. Der Musiker sagt, dass sich jeder mit den Themen in seinen Liedern identifizieren kann. So geht es beispielsweise um Liebe, Schmerz und Hoffnung. Der Sound ist von Pop-, 80er-, Alternative- sowie Metall-Einflüssen geprägt. Auch werden zwei Bildergalerien zu sehen sein. „Unsichtbares sichtbar machen“, lautet das Motto der Ausstellung von Mona Pelz, die seit zwölf Jahren als Reitpädagogin mit Kindern, die über einen längeren Zeitraum psychischer oder körperlicher Gewalt ausgesetzt waren, arbeitet. Mandy Privenau zeigt Fotos unter dem Motto „Rock live!“. Die 31-Jährige ist auf Konzertfotografie spezialisiert, nimmt auch Porträts oder die unterschiedlichen Facetten der Stadt Hamburg in den Fokus.

Kulturnacht Sa 26.1., 18.00, Peerstall Cavallino, Querweg 1, Karte 10,–, Vvk.: Cavallino, geöffnet Mo–Fr 17.00–24.00, Sa ab 12.00