Stormarn
Engagement

Netzwerk hilft bei Suche nach Praktika für Flüchtlinge

Friederike Kühn ist Präses der IHK zu Lübeck. Ihre Kammer setzt sich dafür eine, dass sich Migranten fortbilden können.

Friederike Kühn ist Präses der IHK zu Lübeck. Ihre Kammer setzt sich dafür eine, dass sich Migranten fortbilden können.

Foto: Guido Kollmeier www.blende4.de / www.blende4.de

Handwerkskammer veranstaltet Info-Abende für Migranten. Praktika sollen ihnen den Weg in eine Ausbildung ebnen.

Bad Oldesloe/Reinbek.  Lohnt sich eine Ausbildung für Flüchtlinge? Solchen Fragen stellte sich die Projektverantwortliche für „Alle an Bord“ der Handwerkskammer Lübeck bei einem Infoabend in Ahrensburg. Beteiligt waren die Stadtbücherei Ahrensburg sowie die Volkshochschule und Vertreter des Sozialministeriums.

Mehr als 300 Ausbildungsberufe stehen Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten offen. Eine mindestens zweijährige Ausbildung macht aus einer Duldung eine Ausbildungsduldung, ermöglicht ein Bleiberecht. Laut Projektleiterin Stephanie Walter von der Handwerkskammer hat es sich gezeigt, dass als Voraussetzungen für den Besuch der Berufsschule Sprachkenntnisse in Deutsch mit dem Niveau B 2 notwendig sind. Basiswissen in Mathematik und Physik seien so gut wie bei allen Ausbildungsberufen ebenfalls unabdingbar.

Mehr als 70 Teilnehmer testeten in Ahrensburg an einem Beispiel aus dem ersten Lehrjahr für Maler, ob sie fit genug wären, eine Alltagsaufgabe rechnerisch zu lösen. Denn für Betriebe sind Menschen, die sich über ein Praktikum in die Arbeitspraxis hineingeschnuppert haben, erste Wahl bei der Einstellung. Bei der Suche nach einem Platz helfen die Service- und Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Bad Oldesloe oder örtliche Sozialämter.

Die nächsten Info-Abende sind am Donnerstag, 24. Januar, um 18 Uhr Reinbeker Rathaus (Hamburger Straße 5-7), und am Donnerstag, 31. Januar, um 18 Uhr in Bad Oldesloe (Mommsenstraße 11, Kreisgebäude, Gebäude D Raum 132). Anmeldungen sind notwendig unter ehrenamt@kreis-stormarn.de.