Stormarn
Zählung

Der Haussperling ist Stormarns häufigster Wintervogel

Ein Haussperling (Passer domesticus) sitzt in einem Garten auf einer Futterstation für Wildvögel. Der Naturschutzbund Deutschland hatte erneut zur Zählung der Wintervögel aufgerufen.

Ein Haussperling (Passer domesticus) sitzt in einem Garten auf einer Futterstation für Wildvögel. Der Naturschutzbund Deutschland hatte erneut zur Zählung der Wintervögel aufgerufen.

Foto: Markus Scholz / dpa

Naturschutzbund veröffentlicht Zahlen zur „Stunde der Wintervögel“: Weniger Amseln gezählt. Beteiligung bei der Zählung ist gesunken.

Ahrensburg.  Der Naturschutzbund (Nabu) zieht eine erste Bilanz zur diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ und hat Ergebnisse für Stormarn veröffentlicht. Der Vorsitzende des Ahrensburger Ortsverbandes, Michael Quermann, hatte im Abendblatt zur Teilnahme an Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion aufgerufen.

Weniger Teilnehmer bei „Stunde der Gartenvögel“

Vom 4. bis zum 6. Januar waren Menschen bundesweit dazu aufgerufen, die Vögel in Gärten und Parks zu zählen. Die Teilnehmerzahl in Stormarn ist gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig, sie sank von 525 auf 472. 2019 wurden kreisweit 10.997 Vögel in 323 Gärten gezählt. 2018 waren es noch 12.863 Vögel gewesen. Dennoch ist Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller zufrieden, denn deutschlandweit haben sich laut Nabu mehr als 96.000 Menschen beteiligt – ein neuer Rekord. „So werden unsere Ergebnisse noch aussagekräftiger“, sagt er.

Die Amsel wird auf den vierten Platz verdrängt

Häufigster Wintervogel 2019 in Stormarn ist der Haussperling mit durchschnittlich 4,87 Exemplaren pro Garten. Knapp dahinter folgt der Feldsperling mit 4,47 Exemplaren, Platz drei erreichte die Kohlmeise mit 4,36 Exemplaren pro Garten. Die Amsel, ein häufiger Gast an den Futterhäuschen, kommt nur noch auf den vierten Platz, im Vorjahr war sie noch der zweithäufigste Wintervogel. Die Häufigkeit der Art ging in diesem Jahr noch einmal um zwölf Prozent zurück, nachdem sie gegenüber 2017 bereits um ein Viertel geschrumpft war.

Tödliche Usutu-Epidemie bedroht einige Vogelbestände

Nabu-Ornithologe Ingo Ludwichkowski sieht den Hauptgrund in der für Amseln tödlichen Usutu-Epidemie, die 2018 erstmals in Deutschland ausbrach. Das südafrikanische Virus wird mutmaßlich von Mücken auf die Vögel übertragen. Positiv hebt der Nabu hervor, dass in Schleswig-Holstein überdurchschnittlich viele Stare gezählt wurden. Bis zum 15. Januar können Beobachter unter www.stundederwintervoegel.de Ergebnisse nachmelden.