Stormarn
Arbeitsmarkt

DGB: Prekäre Beschäftigung nimmt in Stormarn zu

DGB-Nord-Chef Uwe Polkaehn sagt, Arbeitnehmer profitierten zu wenig vom wirtschaftlichen Boom.

DGB-Nord-Chef Uwe Polkaehn sagt, Arbeitnehmer profitierten zu wenig vom wirtschaftlichen Boom.

Foto: dpa Picture-Alliance / Markus Scholz / picture alliance / dpa

Nach Ansicht der Gewrkschaft profiteren Arbeitnehmer zu wenig vom wirtschaftlichen Boom

Ahrensburg.  Arbeitnehmer profitieren nach Ansicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Nord zu wenig vom wirtschaftlichen Boom in Stormarn. „Die Beschäftigten müssen an den Unternehmensgewinnen beteiligt werden“, sagt der Vorsitzende Uwe Polkaehn. „Sichere Arbeitsverträge mit guten und gerechten Löhnen sind das beste Mittel gegen Altersarmut und Zukunftsangst.“ In Schleswig-Holstein seien nur noch 44 Prozent der Arbeitnehmer Tarifbeschäftigte. Sie verdienten im Durchschnitt rund 800 Euro mehr pro Monat.

Lohnunterschied zu Hamburg problematisch

Für den Kreis Stormarn erwartet die Gewerkschaft auch 2019 eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. Sie kritisiert aber, dass in den vergangenen Jahren die prekäre Beschäftigung stark zugenommen habe. Darunter fallen zum Beispiel Menschen, die in unsicheren Arbeitsverhältnissen mit Befristung oder nach Bedarf arbeiten, etwa Leiharbeiter, Minijobber und Teilzeitkräfte. Die Zahl dieser Jobs ist in Stormarn laut DGB seit 2003 um gut 63 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Die Beschäftigung insgesamt habe in diesem Zeitraum nur um knapp 26 Prozent zugenommen. Die Gewerkschaft warnt, dass Firmen auf diese Weise den Fachkräftemangel nicht werden lösen können. Problematisch ist laut DGB-Sprecher Thomas Ritter auch das unterschiedliche Lohnniveau zwischen Stormarn und Hamburg. So sei das mittlere Einkommen in Hamburg mit 3619 Euro rund 600 Euro höher als in Stormarn (3023 Euro).