Stormarn
Spendenaktion

Kunstfreunde können Nütschauer Klosterbrüdern helfen

Zwei Künstler, eine Mission: CP Krenkler (links) und Klemens Ortmeyer spenden ihre Fotoarbeiten für das Kloster Nütschau. Hier mit Bruder Johannes (Bildmitte links) und Bruder Lukas . 

Zwei Künstler, eine Mission: CP Krenkler (links) und Klemens Ortmeyer spenden ihre Fotoarbeiten für das Kloster Nütschau. Hier mit Bruder Johannes (Bildmitte links) und Bruder Lukas . 

Foto: Melissa Jahn

Fotografen lernten einander bei Auszeit in Travenbrück kennen. Verkauf ihrer Fotografien kommt der Sanierung des Jugendhauses zugute.

Travenbrück.  Ihr geht es um Menschen und Ehrlichkeit, ihm um den Klang der Seele und den Ausdruck von Raum und Zeit. Während einer Auszeit im Benediktinerkloster Nütschau haben die erfolgreiche Kiez-Fotografin CP Krenkler und der welterfahrene Architekturfotograf Klemens Ortmeyer einander kennengelernt und die Idee entwickelt, das Kloster mit der eigenen Arbeit zu unterstützen. Kunstliebhaber können die Fotografien ab sofort kaufen und mit ihrem Beitrag helfen, die Sanierung des maroden Jugendhauses St. Benedikt voranzubringen.

Kiez-Künstlerin fotografiert Menschen an besonderen Orten

„Was ich in Nütschau nicht erwartet hätte, ist architektonische Stilsicherheit“, sagt CP Krenkler. „Ich war vom ersten Moment an begeistert.“ Die Kiez-Künstlerin fotografiert Menschen an besonderen Orten wie der verrufenen Kneipe „Elbschlosskeller“ im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Um Abstand zu erlangen, kam sie nach Nütschau. Hier im Kloster fand sie nicht nur Ruhe, sondern hegte nach langer Zeit wieder den Wunsch, persönliche Erlebnisse in Bildern festzuhalten. „Was ich mit Worten nicht auszudrücken vermag, können meine Fotos“, sagt Krenkler zum Abendblatt. „Fotografie ist malen mit Licht.“

Ebenfalls vom Kloster Nütschau begeistert – und das schon seit frühester Kindheit – ist Architekt Klemens Ortmeyer. Der freiberufliche Fotograf (54) machte sich das Thema sakrale Räume zu eigen, suchte und fand den „Geist von Nütschau“ in Tempeln, Klöstern und Moscheen auf der ganzen Welt. „Es geht um den Austausch zwischen den Religionen, um das Verknüpfen von Intellekt und Erfahrungswerten“, sagt Ortmeyer. „Um dies zu verstehen, musste ich meine lineare Denkweise auflösen und lernen, die Zwischentöne zu beachten.“

Etwa 6000 Besucher zählt Kloster Nütschau jedes Jahr

Mit diesen unterschiedlichen Herangehensweisen entstanden je zwei Fotografien, die die Künstler gespendet haben, um das Kloster zu unterstützen. Dabei geht es um das ehemalige Pförtnerhaus des adligen Gutes Nütschau aus dem Jahr 1906, welches seit den frühen 50ern als Jugendgästehaus genutzt wird. Mit 6000 Übernachtungen jährlich ist das Haus bei Jugendgruppen beliebt – auch wenn es renovierungsbedürftig ist. Ob Wärmedämmung, Sanitäranlagen, Brandschutz oder Barrierefreiheit: Die Liste der Wünsche für das Jugendhaus ist lang. „Rohrbrüche sind an der Tagesordnung“, sagt Jugendbildungsreferentin Lucia Keppke. „Wir müssen das Gebäude so schnell wie möglich sanieren, um auch in Zukunft mit den Jugendlichen arbeiten zu können.“

Die Verkäufe der in limitierter Auflage erstellten Fotos könnten dem Kloster rund 53.000 Euro einbringen. Benötigt werden „ein paar Millionen Euro“, sagt Bruder Johannes. „Wir haben im Sommer mit der Detailplanung begonnen. Um die Finanzierung wollen wir uns nun kümmern.“

Sie haben Interesse an den Fotos? Zu sehen sind sie in Kloster Nütschau, Schlossstraße 26, Travenbrück). Verkauf direkt über die Künstler, CP Krenkler, Auflage zehn Stück à 600 Euro, cp@krenkler.eu. Oder Klemens Ortmeyer, Auflage 25 Stück à 1070 Euro, studio@ortmeyer.de