Stormarn
Parkverbot

Stadt Ahrensburg kassiert Wildparker in Fußgängerzone ab

Viele Autofahrer parken verbotenerweise in der Fußgängerzone Manhagener Allee in Ahrensburg.

Viele Autofahrer parken verbotenerweise in der Fußgängerzone Manhagener Allee in Ahrensburg.

Foto: Ralph Klingel-Domdey / HA

Immer wieder missachten Autofahrer die Vorschriften an der Manhagener Allee. Politessen verteilten seit Jahresbeginn 246 Knöllchen.

Ahrensburg.  Der Straßenabschnitt ist nur knapp 100 Meter lang – und dennoch für die Stadt Ahrensburg finanziell eine kleine Goldgrube: die Fußgängerzone an der Manhagener Allee in Ahrensburg. Der Bereich zwischen Neuer Straße und Heinz-Beusen-Stieg ist für Autos gesperrt. Allerdings halten sich viele Fahrer nicht an das Verbot. Statt von der Neuen Straße, wie vorgeschrieben, nach rechts in die Einbahnstraße zum Rondeel abzubiegen, wählen sie trotz Hinweisschildern die andere Richtung.

Das Verwarngeld für Parken in Fußgängerzone beträgt 30 Euro

Die für Fußgänger vorgesehene Freifläche wird gern als Parkplatz genutzt. Weil die Abstellmöglichkeiten in der City begrenzt sind, wählen einige Einwohner und Besucher die verbotene Alternative. Im Ahrensburger Rathaus ist das Problem bekannt. Die Politessen kontrollierten den Straßenabschnitt deshalb fast täglich, sagt Verwaltungssprecherin Imke Bär auf Abendblatt-Anfrage. „Sie haben dabei schon viele Verstöße geahndet.“ Seit Jahresbeginn seien 246 Knöllchen verteilt worden. Das Verwarngeld für das Parken in einer Fußgängerzone beträgt 30 Euro. Die Stadt hat demnach in diesem Jahr gut 7400 Euro auf den rund 100 Metern an der Manhagener Allee eingenommen.

Abends stellen Wettbüro-Besucher Autos trotz des Verbotes ab

Autos sind in dem Bereich nach Angaben der Verwaltung nur in der Zeit von 6 bis 10 Uhr erlaubt, sofern es sich um Lieferverkehr für die dort ansässigen Geschäfte handelt. In diesem Zeitraum dürften auch Schwerbehinderte, die im Besitz eines Sonderparkausweises sind, ihren Wagen in der Fußgängerzone abstellen. „Außerhalb der Lieferzeit dürfen Fahrzeuge weder in den Fußgängerbereich einfahren, noch dürfen sie dort zum Halten oder Parken abgestellt werden“, sagt Bär. Lieferfahrzeuge müssten die Fläche bis 10 Uhr verlassen haben. „Die Fußgänger müssen darauf vertrauen können, dass der außerhalb der Lieferzeiten speziell für sie ausgewiesene Bereich auch ungehindert und ungefährdet genutzt werden kann.“

Die Verwaltung sieht bisher keine Lösung für das Problem

Besonders am Abend parken in der Fußgängerzone viele Autofahrer – offenbar, um einen möglichst kurzen Weg zum dort ansässigen Wettbüro zu haben. In dieser Zeit gibt es bisher keine Kontrollen. „Da sich noch kein Anwohner im Rathaus über die Situation beschwert hat, wurde der Bereich bislang nicht in einen der ,Abendeinsätze’ des städtischen Überwachungspersonals einbezogen“, sagt Imke Bär.

Wie lässt sich das Problem in den Griff bekommen? „Das ist schwierig“, sagt Bär. „Denn wir müssen den Lieferverkehr für die Geschäfte zulassen.“ Wenn Poller aufgestellt würden, müssten diese nicht nur für die Feuerwehr absenkbar sein. Auch alle Lieferanten müssten einen Schlüssel erhalten.