Stormarn
Bad Oldesloe

Begegnungen mit jungen Musikern auf Gut Blumendorf

Ken Norris ist seit 2010 Professor an der Hochschule für Musik & Theater Hamburg mit dem Hauptfach Jazzgesang. Der Komponist und Arrangeur spielt mehrere Instrumente und hat eine Ausbildung als Chorleiter absolviert. Hier ist er bei einem seiner ausdrucksstarken Auftritte als Sänger zu sehen.

Ken Norris ist seit 2010 Professor an der Hochschule für Musik & Theater Hamburg mit dem Hauptfach Jazzgesang. Der Komponist und Arrangeur spielt mehrere Instrumente und hat eine Ausbildung als Chorleiter absolviert. Hier ist er bei einem seiner ausdrucksstarken Auftritte als Sänger zu sehen.

Foto: nicht angegeben

Junge Künstler geben viermal im Jahr intime Konzerte in Bad Oldesloe. Anschließender ist ein Austausch mit dem Publikum möglich.

Bad Oldesloe.  Das Konzept der Blumendorfer Begegnungen schafft eine Win-win-Situation für Künstler und Publikum. Beide Gruppen profitieren gleichermaßen von dem Angebot: Viermal im Jahr erhalten ausgewählte hochklassige junge Musiker der Musikhochschulen Hamburg und Lübeck Gelegenheit, im ansprechenden historischen Ambiente des adligen Gutes Blumendorf zu konzertieren. Für die Gäste bietet sich die Möglichkeit, sich bei einem exklusiven intimen Konzert einen Eindruck von dem Können der Profikünstler von morgen zu verschaffen. Noch näher kommen sich Studierende und Publikum nur noch beim Plausch nach der Aufführung, nach Belieben bei einem Glas Wein und einem kleinen Imbiss.

Erstmals ist eine Klasse für Jazzgesang dabei

Das Gut befindet sich in Privatbesitz der Familie von Jenisch und wird jeweils anlässlich der Konzertreihe für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Besonders günstig ist, dass sich unter den Privaträumen auch ein Musiksaal befindet. Er bietet auch akustisch gesehen ein passendes Umfeld für die Auftritte der Musiker und zudem Platz für 100 Zuhörer.

Für Karsten Beck, seit 2010 ehrenamtlicher Koordinator der Blumendorfer Begegnungen, hat die Jahresplanung bereits vor etwa vier Monaten begonnen. Der 45-Jährige sagt zum Niveau der Konzerte: „Ich finde es abwechslungsreich und spannend zu erleben, wie gut junge Künstler mit ihren Instrumenten umzugehen wissen, und frage mich dann, was sie noch lernen wollen.“ Ein solches Instrument kann allerdings auch die eigene Stimme sein.

Musik-Professor spielte selbst im Musical

Eine Jazzgesangsklasse wie die von Prof. Ken Norris von der Hamburger Hochschule für Theater und Musik (HfMT) war bisher noch nie zu Gast auf Gut Blumendorf. Der Amerikaner Norris stammt aus einer Musikerfamilie und hat ein Faible für Jazz, Pop und Gospel. Er spielt mehrere Instrumente und ließ sich als Chorleiter ausbilden, betätigt sich als Arrangeur, Sänger sowie Komponist und tritt auf namhaften Festivals auf. Norris gehörte zur Erstbesetzung des Musicals „König der Löwen“ in Hamburg, wurde hier zum gefragten Solisten und lehrt seit 2010 an der HfMT. Sein musikalisches Erbe und die Liebe zur Musik will er an seine Studenten weitergeben. Welche Stücke die Gesangsklasse und die anderen Künstler des Programms in Blumendorf zu Gehör bringen, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, erläutert Beck. Trotzdem sind bereits die ersten Karten verkauft. Was beweist, dass das Publikum sich nicht nur auf die Qualität der Konzerte verlässt, sondern auch offen ist für Neues und bereit, sich überraschen zu lassen.

Blumendorfer Begegnungen (jeweils 18 Uhr): So 10.2.: Angela Firkins/Flötenklasse (MHL); So 5.5.: Ken Norris/Jazzgesang-Klasse (HfMT); So 20.10.: Konrad Elser/Klavierklasse (MHL); So 24.11.: Niklas Schmidt/Klasse für Kammermusik und Violoncello (HfMT). Eintrittskarten: 25,– zzgl. 2,50/Bestellung: www.blumendorfer-begegnungen.de,
Tel. 04531/50 87 70 02