Stormarn
Antrag

Ahrensburger Judo-Club will Grundstück für eigene Halle

Lukas Böttger (l.) vom Judo-Club Ahrensburg bei einem Wettkampf.

Lukas Böttger (l.) vom Judo-Club Ahrensburg bei einem Wettkampf.

Foto: Katrin Beyer / Beyer

Ahrensburger Sportler suchen Grundstück, Halle soll in Eigenleistung errichtet werden. Polizei und Volkshochschule könnten profitieren.

Ahrensburg.  Eine eigene Halle, ein sogenanntes Dojo, maßgeschneidert für die Bedürfnisse des Judo-Sports – das ist der Traum des Ahrensburger Judo-Clubs. Dazu benötigt er ein eigenes Gebäude oder zumindest ein Grundstück von der Stadt. Einen entsprechenden Antrag hat der Vereinsvorsitzende Gunnar Kripke auf der jüngsten Sitzung des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses erläutert.

Hintergrund ist, dass durch die sukzessive Einführung der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Ahrensburg im nächsten Jahr vermehrt die Grundschulen Hallenkapazitäten für ihr Nachmittagsprogramm benötigen. Kripke sagte: „Rund die Hälfte unserer 240 Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Sie brauchen die frühen Trainingszeiten.“ Außerdem erhöhe sich der Aufwand für den Verein, wenn die schweren Matten ständig auf- und abgebaut werden müssten. Ein eigener Trainingsraum und eine Umkleidekabine wären daher essenziell. „Optimal wären noch ein Büro, ein Kraft- und ein Aufenthaltsraum für wartende Eltern.“ Aber das sei erst einmal nur ein Wunsch.

Politik hegt Sympathie für Idee

Ausschussmitglied Bela Randschau (SPD) äußerte Sympathie für die Idee, wies jedoch auf ein wichtiges Argument hin: „Wenn viele Kinder das offene Ganztagsangebot der Schulen nutzen, fehlen die dann nicht bei Ihnen?“ Das konnte Kripke nur teilweise entkräften. „Ich hoffe, dass sie sich für unser Angebot entscheiden.“ Genauere Zahlen habe er jedoch nicht. Jedenfalls sei der Verein bereit, den nach eigener Schätzung bis zu 250.000 Euro teuren Bau durch Einwerben von Fördermitteln und Eigenleistung weitgehend selbst zu bezahlen. Es fehle nur ein Grundstück. Ausschussvorsitzender Christian Schubbert (Grüne): „Und die sind in Ahrensburg rar.“

Gemeinsam soll nun nach einem geeigneten Areal gesucht werden. Gunnar Kripke stellte in Aussicht, die Halle auch anderen Nutzern wie der Volkshochschule (Yoga) oder für das Training der Polizei zur Verfügung zu stellen.