Stormarn
Ahrensburg

Bald sind wieder mehr Hochzeiten im Schloss möglich

Das frisch vermählte Paar Ronja und André Hamann vor dem Schloss Ahrensburg.

Das frisch vermählte Paar Ronja und André Hamann vor dem Schloss Ahrensburg.

Foto: Johanna Helbing / HA

Neuer Standesbeamter für Ahrensburg. Dem Schloss fehlt Geld. Grund: Geringere Miteinnahmen für die Trauzimmer und den Schlosskeller.

Ahrensburg.  Bald könnte es wieder mehr Hochzeiten im Ahrensburger Schloss geben. Darauf lässt zumindest eine Mitteilung der Verwaltung hoffen, die auf der jüngsten Sitzung des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses (BKSA) die Nachbesetzung einer vakanten Stelle im Standesamt bekannt gab. Wie berichtet, gibt es in diesem Jahr rund 50 Prozent weniger Hochzeiten als sonst, weil die Stadt nicht genug Personal für Trauungen in dem Renaissancegebäude zur Verfügung stellen konnte.

Das Schloss wird von einer Stiftung getragen, die der Stadt, dem Kreis Stormarn und der Sparkasse Holstein gehört. Schloss-Geschäftsführerin Tatjana Ceynowa sagt auf Abendblatt-Anfrage: „Uns fehlen in diesem Jahr 45.000 Euro zusätzlich.“ Rund 25.000 Euro davon seien auf geringere Mieteinnahmen für die Trauzimmer und den Schlosskeller zurückzuführen, in dem Hochzeitsgesellschaften im Anschluss oft feiern. Weitere 20.000 Euro gehen auf eine teurere Parkpflege und höhere Ausgaben für Energie und Wasser zurück. Den Betrieb des historischen Herrenhauses mit Museum trägt die Stiftung nach eigenen Angaben üblicherweise zu rund zwei Dritteln selbst. Den Rest hat die Stadt in den vergangenen Jahren ausgeglichen.

Stelle ist zum 1. Februar 2019 wieder besetzt

Eingeplant war dieses Jahr ein Zuschuss von 150.000 Euro. Die BKSA-Mitglieder votierten jedoch einstimmig für eine Erhöhung des Zuschusses, der nun noch von den Stadtverordneten bestätigt werden muss. Wie auf der Sitzung bekannt wurde, rechnet die Schloss-Stiftung auch im nächsten Jahr mit niedrigeren Hochzeitseinnahmen. Ceynowa: „Mit Blick auf die Personalsituation wurden für das kommende Jahr bisher weniger Termine vergeben.“ Ob sich dies noch ändern ließe, sei unklar, so die Geschäftsführerin.

Die zuständige Fachdienstleiterin im Rathaus, Petra Haebenbrock-Sommer, sagte: „Die vakante Stelle ist zum 1. Februar 2019 wieder besetzt.“ Damit bestehe die Hoffnung, dass zukünftig auch wieder an Sonnabenden im Schloss getraut werden könne. Die Entscheidung darüber liegt jedoch im Ermessen der Standesbeamten. Im Jahr 2016, vor dem Personalengpass, gaben sich 234 Paare im Schloss das Jawort.