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Bad Oldesloe

Politik will Flickenteppich im Stadtzentrum sanieren

Der ADFC-Ortsvereinsvorsitzende Reiner Hinsch freut sich über die Lösung.

Der ADFC-Ortsvereinsvorsitzende Reiner Hinsch freut sich über die Lösung.

Foto: Finn Fischer

Vom kommenden Jahr an soll die Hagenstraße für 1,68 Millionen Euro in zwei Abschnitten saniert werden.

Bad Oldesloe.  Risse und Schlaglöcher adé – ab dem kommenden Jahr soll die Hagenstraße im Zentrum von Bad Oldesloe in mehreren Abschnitten saniert werden. 1,68 Millionen Euro sind im Haushalt der Kreisstadt 2019 für die Umgestaltung vorgesehen.

Im Bau- und Planungsausschuss stellte das beauftragte Ingenieurbüro jetzt die ersten Pläne vor. Demnach soll die für den Busverkehr wichtige Einbahnstraße am Marktplatz durchgehend asphaltiert und der ZOB am Peters-Parkplatz umgebaut werden. Die Fußwege werden breiter, der Radweg abgeschafft. „Den Radverkehr wollen wir auf die Straße verlagern“, sagt Boris Lass von Merkel Ingenieur Consulting.

Autos dürfen in der als verkehrsberuhigter Bereich gekennzeichneten Straße bislang nur in Schrittgeschwindigkeit fahren. Das ist nicht mehr zulässig. „Wir wollen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h einrichten“, sagt Lass und vergleicht die Lösung mit der Mönckebergstraße in Hamburg. Vorrang hat dann der Autoverkehr. Fußgänger müssen warten. Das sorgte bei Ausschussmitgliedern für Kritik. „Den KuB-Bereich so von der Innenstadt abzutrennen, halte ich nicht für sinnvoll“, sagte zum Beispiel Annika Dietel (SPD). Radfahrer dürfen laut Planungsstand künftig auf der Fahrbahn auch in entgegengesetzter Richtung fahren. Ausschussvorsitzender Matthias Rohde (FBO): „Das finde ich gefährlich.“ Doch laut Planer Boris Lass ist es die sicherste Lösung.

ADFC-Ortsvorsitzender Reiner Hinsch begrüßt die Lösung auf Abendblatt-Anfrage: „So haben wir uns das immer vorgestellt. Auf die Sanierung warten wir seit 15 Jahren.“ Ein weiterer Streitpunkt ist der Wegfall diverser Parkplätze an der Hagenstraße und auf dem innenstadtnahen Peters-Parkplatz. Die Detailplanung wird im Ausschuss weiter diskutiert werden.