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Feuerwehr empfiehlt: Keine echten Kerzen im Tannenbaum

Foto: Filip Schwen / HA

Der Landesfeuerwehrverband informiert in Ahrensburg über den richtigen Umgang mit Kerzen und Silvesterfeuerwerk.

Ahrensburg.  Wenn der Tannenbaum Feuer fängt, am besten sofort die Feuerwehr alarmieren! Das rät der Landesfeuerwehrverband (LFV) und weist noch einmal eindringlich darauf hin, dass eigene Löschversuche auch bei vermeintlich kleinen Bränden nur unternommen werden sollten, wenn dies gefahrlos möglich ist.

Am Dienstag kam LFV-Sprecher Holger Bauer nach Ahrensburg, um gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr auf die Gefahren im Umgang mit Kerzen und Silvesterfeuerwerk hinzuweisen. „Echte Kerzen haben im Tannenbaum nichts zu suchen“, sagt der Experte.

Wie schnell das Feuer auf den Baum übergreifen kann, zeigen die Feuerwehrleute in einem nachgebauten Wohnzimmer. Es dauert nicht einmal eine halbe Minute, ehe der gesamte Baum in Flammen steht. Viel gefährlicher als die Tannenbäume seien allerdings Adventsgestecke, betont Bauer. Denn während es bei den Bäumen einen Trend zu weniger echten Kerzen gäbe, fänden diese in Kränzen und Gestecken nach wie vor überwiegend Verwendung. „Spätestens Heiligabend, wenn der Kranz knochentrocken ist, gehört er sofort entsorgt“, sagt Bauer. Mit einer Schweinepfote führt er im Anschluss die Gefahr von Feuerwerkskörpern vor. Der Böller reißt eine enorme Wunde in das Körperteil. „Die menschliche Hand ist ja noch mal um einiges dünner. Die wäre jetzt schwerstverletzt“, erklärt er. Feuerwerk sollte immer über ein Prüfzeichen verfügen, sogenannte Polenböller aufgrund ihrer Unkalkulierbarkeit vermieden und als Raketenständer lieber Getränkekisten statt einzelne Flaschen verwendet werden, denn Flaschen seien nicht standsicher, lauten Bauers Tipps für Silvester.