Stormarn
Cinema Paradiso

Auch Detlev Buck will Bargteheides Kino erhalten

Regisseur Detlev Buck (M.), hier im Gespräch mit Hans-Peter Jansen und Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht, hat für den Erhalt des Cinema Paradiso unterschrieben.

Regisseur Detlev Buck (M.), hier im Gespräch mit Hans-Peter Jansen und Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht, hat für den Erhalt des Cinema Paradiso unterschrieben.

Foto: Janina Dietrich / HA

Der Kino-Betreiber will eine Liste mit 1500 Unterschriften an die Bürgermeisterin übergeben. Politik berät über weiteres Vorgehen.

Bargteheide.  Mit einem Film über die Rockband Queen ist am Dienstagabend der Betrieb des Cinema Paradiso offiziell zu Ende gegangen. Pächter Hans-Peter Jansen zeigte zum Abschluss Bohemian Rhapsody, in den kommenden Wochen bleibt die Leinwand in Bargteheide dunkel.

Stadt und Politik suchen neuen Betreiber

Jansens Vertrag läuft zum Jahresende aus. In den kommenden Wochen wollen Stadt und Politik mit einem Interessenbekundungsverfahren nach einem neuen Kinobetreiber suchen. Er soll bis zum 1. Februar gefunden werden. Der Bargteheider Haupt- und Sozialausschuss hatte über diesen Weg bereits in seiner Sitzung vor einer Woche beraten, die endgültige Entscheidung darüber wegen einer zu langen Tagesordnung allerdings auf den heutigen Mittwoch (18.30 Uhr, Ratssaal) vertagt.

Hans-Peter Jansen möchte Betrieb fortsetzen

Auch Hans-Peter Jansen denkt darüber nach, sich auf das Interessenbekundungsverfahren zu bewerben. „Ich würde gern weitermachen, weil das Feedback der Besucher in den vergangenen Wochen einfach großartig war“, sagt er. Jansen sammelte viele Unterschriften für den Erhalt des Cinema Paradiso. „Mindestens 1500 Menschen haben unterschrieben“, sagt er. Die Listen will Jansen am Donnerstagvormittag, 29. November, um 10 Uhr im Rathaus an Bargteheides Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht übergeben.

Kostenlose Abschiedsvorstellung am 18. Dezember

Ob er sich am Interessenbekundungsverfahren beteilige, hänge von den vertraglichen Konditionen ab, die Verwaltung und Politik für den neuen Kinobetreiber beschließen, so Jansen. Zudem störe ihn, dass die Auswahl des neuen Betreibers wohl erst im Januar erfolgen solle. „Das ist für mich zu spät“, sagt er. Jansen plant für Dienstag, 18. Dezember, eine kostenlose Abschiedsvorstellung im Kleinen Theater. „Anschließend werde ich mein Equipment ausbauen“, sagt er. Dazu zählten zum Beispiel der Projektor, die Klimaanlage und der Verkaufstresen.