Stormarn
Landespolitik

Bad Oldesloe erhält 810.000 Euro für Städtebauförderung

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (Archiv).

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (Archiv).

Foto: dpa Picture-Alliance / Carsten Rehder / picture alliance / Carsten Rehde

Kreisstadt erhält als einzige Kommune in Stormarn Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau West“. Innenstadt soll verschönert werden.

Bad Oldesloe.  Mit rund 53,75 Millionen Euro wird 2018 die Städtebauförderung zur Entwicklung von Innenstädten und Stadtquartieren fortgesetzt. Im Kreis Stormarn ist Bad Oldesloe die einzige Kommune, die Geld bekommt. Aus dem Programm „Stadtumbau West“ (SUW) fließen 810.000 Euro in die Kreisstadt. Bundesweit werden mittlerweile rund 400 Städte unterstützt, die vom Strukturwandel und demografischen Veränderungen betroffen sind. Dazu zählen auch Ortskerne mit hohem Einzelhandelsleerstand oder geringer Aufenthaltsqualität.

Für Bad Oldesloe wurde ein besonderer Handlungsbedarf für die südliche Innenstadt (Bereich zwischen Bahnhof und Fußgängerzone) und das Areal des ehemaligen Amtsgerichtes festgestellt. Bund und Land übernehmen in der Regel jeweils ein Drittel des Geldes, den Rest tragen die Städte als Eigenanteil.

Örtliche Betriebe sollen gestärkt werden

Bad Oldesloe wurde bereits 2007 in das SUW-Programm aufgenommen. Seitdem wurden viele öffentliche Projekten wie das Kultur- und Bildungszentrum (KuB), der Umbau der Bahnhofstraße und der Kreisverkehr Kurparkallee/Mewesstraße gefördert.

Landesinnenminister Hans-Joachim Grote (CDU) kündigt an, dass Bund und Land die Städtebauförderung auf dem „erreichten hohen Niveau“ im kommenden Jahr fortsetzen werden. „Das sichert zugleich dem örtlichen Handwerk und Gewerbe Aufträge und Beschäftigung“, sagt er. Ein öffentlicher Euro der Städtebauförderung löse das Sechs- bis Achtfache an Bauinvestitionen aus.

Schleswig-Holstein erhält vom Bund 20,9 Millionen Euro für sechs Förderprogramme. Die gleiche Summe steuert das Land bei. Diese Jahr müssen klamme Kommunen nur den abgesenkten Eigenanteil von zehn Prozent zahlen, was sie um 5,95 Millionen Euro entlastet. Grote: „Damit ermöglichen wir gerade den finanzschwachen Kommunen dringend notwendige Investitionen.“