Stormarn
Hauptausschuss

Ahrensburg prüft Platz für Wohnmobile am Hallenbad

„Am Hallenbad wäre der richtige Ort für Stellplätze“, sagte Bauamtsleiter Peter Kania

„Am Hallenbad wäre der richtige Ort für Stellplätze“, sagte Bauamtsleiter Peter Kania

Foto: HA

Bürger hatte Vorschlag für Stellplätze bei der Stadt eingebracht. Der Zeitplan des neuen Hallenbades bleibt erstmal offen.

Ahrensburg.  Beim Neubau des Ahrensburger Hallenbads soll auch an Wohnmobil-Urlauber gedacht werden. „Dort wäre der richtige Ort für Stellplätze“, sagte Bauamtsleiter Peter Kania bei der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Zuvor hatte ein Bürger nachgefragt, was denn aus seinem Vorschlag geworden sei, einen Wohnmobil-Parkplatz einzurichten.

Momentan gebe es diese Möglichkeit nicht, da die Stadt kein geeignetes Grundstück habe, lautete die Antwort. Der von den Kommunalpolitikern beschlossene Neubau eines Hallenbads biete aber eine gute Gelegenheit. Zurzeit finden Wohnmobilfahrer in Stormarn offizielle Stellplätze nur in Bad Oldesloe, Reinfeld und Trittau. In Bad Oldesloe ist die Schwimmhalle direkt in der Nähe, in den beiden anderen Orten sind es die Freibäder.

Kann die Verwaltung den Neuba alleine stemmen?

Mit dem Zeitplan fürs neue Hallenbad befasste sich der Ahrensburger Hauptausschuss wider Erwarten nicht. Ein Antrag der Grünen, die Zuständigkeit für das Projekt an den Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss abzugeben, wurde mehrheitlich angenommen.

Als Erstes gilt es, die Frage der Bauherrschaft zu klären. Kann die Verwaltung den Neubau, dessen Kosten vor drei Jahren auf 13,5 Millionen Euro geschätzt wurden, selbst umsetzen? Oder sollten dies die Stadtwerke übernehmen, die eine hundertprozentige Tochtergesellschaft sind? Dabei spielen auch steuerliche Aspekte eine Rolle. Ende März sollen die Stadtverordneten den Beschluss fällen.

Anfang 2021 könnte es losgehen

Danach wird ein Architektenwettbewerb auf den Weg gebracht. Fest steht, dass Ahrensburg ein reines Sportbad möchte. Vorgesehen sind ein 25-Meter-Becken mit acht Bahnen, Ein- und Dreimeter-Sprungbrett, Lehrschwimm- und Kursusbecken sowie ein Kinderplanschbecken. Wo jetzt das Badlantic steht, könnte nach dessen Abriss ein Sport-, Kultur- und Freizeitzentrum errichtet werden. Der Sieger des Wettbewerbes soll im Juli 2019 feststehen.

Nach Bauplanung und Auftragsvergabe sollen die Firmen Anfang 2021 mit dem Bau beginnen. Zwei Jahre sind dafür vorgesehen, sodass Anfang 2023 die ersten Schwimmer in der neuen Halle ihre Bahnen ziehen könnten. Der Neubau soll mit der bestehenden Cottage-Sauna verbunden werden.

Das 35 Jahre alte Badlantic müsste saniert werden. Gutachter hatten dafür elf bis 13 Millionen Euro errechnet. Das Spaßbad mit Wellen- und Außenbecken macht jährlich rund 1,7 Millionen Euro Minus. Das Defizit trägt die Stadt.