Stormarn
Grosshansdorf

Moderne A 1-Baustelle hilft nicht bei Unfall-Vermeidung

In Fahrtrichtung Hamburg weist eine schraffierte Fläche auf der A 1 auf die Baustelleneinfahrt hin.

In Fahrtrichtung Hamburg weist eine schraffierte Fläche auf der A 1 auf die Baustelleneinfahrt hin.

Foto: Harald Klix

An Stelle von Schildern soll eine schraffierte Fahrbahnmarkierung dabei helfen, Unfälle zu reduzieren.

Grosshansdorf.  Die offizielle Bezeichnung für das Pilotprojekt lautet „Stauvermeidung durch optimierte Baustelleneinrichtung“. Es wird derzeit auf der A 1 in Richtung Süden an der Anschlussstelle Ahrensburg getestet. Ob die neue Verkehrsführung tatsächlich für einen besseren Verkehrsfluss durch die Baustelle sorgt, ist noch unklar.

Fest seht bereits nach einigen Wochen: Die Zahl der Unfälle geht durch die neue Baustellenführung nicht zurück. „Zwei bis drei Mal gab es dort bereits Unfälle, sagt Jens Sommerburg, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) in Lübeck. Das Autobahnrevier in Bad Oldesloe bestätigt, dass vor der Baustelle Richtung Hamburg genauso viele Unfälle passieren wie an jeder anderen Baustellenzufahrt, die allgemein als Unfallschwerpunkte gelten.

Präsentation der Auswertung erst im nächstes Jahr

Im Unterschied zu traditionellen Baustelleneinfahrten, die einen Kilometer vor der Fahrbahnreduzierung mit Schildern auf das Reißverschlussprinzip hinweisen, fehlen diese Schilder bei der neuen Führung. Eine schraffierte Fläche kurz vor der Baustelle markiert den Einfädelungsbereich. Zudem stehen vier Kilometer vor der Verengung die ersten digitalen Geschwindigkeitsanzeigen, die je nach Verkehrsaufkommen das Tempo vor der Baustelle reduzieren und so ein starkes Abbremsen vor der Baustelle verhindern sollen.

Die Ergebnisse des Pilotprojektes sollen in gut einem Jahr präsentiert werden. Bis dahin werden die gespeicherten Daten ausgewertet. Jeweils an neun Tagen je Fahrtrichtung erfassten Kameras zum Beispiel Geschwindigkeit, Herkunft und Fahrzeugtyp. Wissenschaftler der technischen Hochschule in Lübeck werten diese aus. Finanzielle unterstützt wird das 120.000 Euro teure Projekt von der Industrie- wund Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein und dem Verband „Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung“ (VGL).