Stormarn
Kreis Stormarn

Wo sich Stormarner in den Kirchen für die Ernte bedanken

Am Sonntag geht es in Gottesdiensten im Kreis um die Verantwortung gegenüber der Natur. In vielen Gemeinden werden Erträge gespendet

Kreis Stormarn. Aus Sicht der Landwirte mag das „Danke“ in diesem Jahr mau ausfallen: Der Dürresommer hat den Bauern im Norden extreme Verluste beschert – die schlechteste Ernte in Schleswig-Holstein seit 40 Jahren.

Anderseits: Nicht nur Dank, so heißt es in der Ankündigung der Kirchengemeinde Kuddewörde, „sondern auch Klage über Dürre auf den Feldern und über Missernte in unserem Leben haben ihren Platz bei Gott und sollen Gehör finden.“ So kann man das natürlich auch sehen.

Viele Kirchen werden zum Erntedankfest, das in den meisten Stormarner Kirchengemeinden am kommenden Sonntag gefeiert wird, wieder mit Erntedankgaben geschmückt. So zum Beispiel die evangelisch-lutherische Christuskirche in Rethwisch: Die freut sich über Spenden aus Feld und Garten, die am Sonnabend zwischen 15 und 16 Uhr in die Kirche gebracht werden können. Dort schmückt Pastorin Barbara Süpitz mit Helfern. Der Gottesdienst ist am Sonntag um 10 Uhr.

Das christliche Fest bietet aber nicht nur Raum für Dank und Klage, sondern soll auch an die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur erinnern. In die Tonne wandern die Erntegaben also nach Sonntag nicht. In vielen Gemeinden werden sie gespendet. Die Kirchengemeinde Kuddewörde, die am Sonntag ab 11 Uhr in der Andreaskirche feiert, gibt die zum Gottesdienst mitgebrachten Früchte etwa an die Trittauer Tafel.

Einen traditionellen Erntedank-Gottesdienst gibt es ab 10 Uhr am Sonntag auch wieder in einer der kleinsten Kirchengemeinde des Kreises. In den zurückliegenden Jahren hat die Gemeinde in Hamberge gemeinsam mit der Regenbogenkita einen Familiengottesdienst zum Erntedank gefeiert. Nun hoffen sie auf viele Besucher.