Stormarn
Kommunalpolitik

Mehrheit lehnt in Bad Oldesloe höhere Preise für Travebad ab

Die Preise im Oldesloer Travebad bleiben stabil

Die Preise im Oldesloer Travebad bleiben stabil

Foto: Birgit Schücking,Birgit Schücking / Birgit Schücking

Bad Oldesloe.  Eine Erhöhung der Eintrittspreise für das Oldesloe Travebad wird es nicht geben. Die Stadtverordnetenversammlung hat nun gegen einen entsprechenden Entwurf von Verwaltung und Stadtwerken gestimmt.

„Mit uns wird es keine Erhöhung der Eintrittspreise geben, nicht jetzt und auch nicht in Zukunft“, sagte Hendrik Holtz (Die Linke). Seit der Sanierung des Schwimmbades schreiben die Stadtwerke rote Zahlen. 2017 kostete der Betrieb 1,3 Millionen Euro. Darin sieht Holtz kein Problem: Eine Schwimmhalle ist kein Wirtschaftsunternehmen und wir werden nie erleben, dass das Bad Geld einbringt. „Wichtiger ist es, dass jeder Bürger möglichst kostengünstig das Schwimmbad benutzen kann.“

Erhöhung wäre nur Tropfen auf den heißen Stein

Die Stadtwerke sollten die Eintrittspreise für Erwachsene von vier auf 4,70 Euro, die für Kinder von zwei auf 2,40 Euro anheben. Auch die Preise von Familienkarten, der Sauna-Eintritt, Preise für Schwimmprüfungen und die Nutzungsgebühren für Schulen und Vereine sollten angehoben werden. Einzig ausgenommen: Kursangebote der Stadtwerke. „Schon jetzt sind die Besucherzahlen nicht gut. Höhere Eintrittspreise wären nur kontraproduktiv“, sagt Tom Winter (Familienpartei). Die Sorge scheint berechtigt. Sogar die Stadtwerke rechnen durch die geplante Preiserhöhung bei den Individualbesuchern mit Mehreinnahmen von nur 24.000 Euro im Jahr – bei einem jährlichen Defizit von weit mehr als einer Million Euro ein Tropfen auf den heißen Stein.

Auch mit der SPD ist eine Preiserhöhung nicht zu machen: „Wir haben schon im Wahlkampf klar gemacht, dass wir das nicht wollen, dabei bleiben wir“, sagte Torben Klöhn (SPD). Freie Bürger und CDU stimmten für eine Erhöhung. CDU-Fraktionschef Horst Möller sagte: „Schon nach dem Neubau der Schwimmhalle haben wir gesagt, dass den Bürgern eine Kostenbeteiligung zuzumuten ist.“ Die Entscheidung war knapp: 17 stimmten gegen die Erhöhung, 16 waren dafür.