Stormarn
bad Oldesloe

Detlev Buck unterstützt Hospiz in Bad Oldesloe

Der Regisseur und 200 weitere Gäste feiern am Freitag Baubeginn mit symbolischem Spatenstich

bad Oldesloe.  In einem Jahr soll das erste stationäre Hospiz des Kreises in Bad Oldesloe fertig sein. Mit einem symbolischen Spatenstich und prominenten Gästen feierte der „Lebensweg“-Verein am Freitag den Beginn der Bauarbeiten im Gewerbegebiet Rögen.

„Das Leben ist nicht unbedingt wie ein Film, aber das Ende ist trotzdem wichtig“, sagte Detlev Buck. Der Schauspieler und Regisseur begleitet das Projekt als Schirmherr. Als die Hospiz-Initiatorin Sabine Tiedtke vor einigen Jahren mit ihren Plänen vor seinem Haus stand und nach Unterstützung fragte, musste Buck nicht lange nachdenken. „Ich bin auch schon in einem Alter, in dem einem der Tod hin und wieder begegnet, dafür muss man nicht 80 sein“, sagt der 55-Jährige. Es sei eben ein Fakt, das aus dem Leben niemand lebend herauskomme. Seit fast sechs Jahren beschäftigt sich der Verein Lebensweg mit den Planungen für das stationäre Hospiz und konnte in dieser Zeit zahlreiche Unterstützer und Sponsoren vereinen. Allein der Bau wird 3,5 Millionen Euro kosten. Rund 200 Gäste besuchten am Freitag den ersten Spatenstich.

Zusammengebracht wurden die Menschen von der gelernten Krankenschwester Sabine Tiedtke. Die Initiatorin des Hospiz-Projektes war regelrecht überwältigt: „Ich habe noch nie in meinem Leben so ein Gemeinschaftsgefühl gespürt, das ist unglaublich.“ Die ersten Patienten sollen bereits 2019 einziehen können. Das Gebäude wird 1500 Quadratmeter Grundfläche haben und zwölf Plätze bieten. Das Grundstück hat 5000 Quadratmeter. Sabine Tiedtke: „Die Hospize in der Umgebung sind häufig so stark belegt, dass Patienten drei bis vier Wochen auf einen Platz warten müssen. Doch Zeit ist das, was diese Menschen nicht mehr haben.“

Mit dem Hospiz soll eine Versorgungslücke geschlossen werden. Neben privaten Unterstützern und der Oldesloer Lokalpolitik erhielt der Hospiz-Plan des Vereins auch viel Zuspruch auf Kreisebene. Laut Kreispräsident Hans-Werner Harmuth habe es von Anfang an fraktionsübergreifende Zustimmung gegeben: „Ich glaube, dass das hier wirklich gut wird. Ohne Ehrenamt gäbe es dieses Projekt nicht.“

Nach der Eröffnung 2019 Jahr wird der Lebensweg-Verein (www.lebensweg-stormarn.de) dauerhaft auf Spenden angewiesen sein, um den Unterhalt finanzieren zu können.