Stormarn
Umweltausschuss

Ahrensburg findet neuen Standort für barrierefreies Klo

Das mittlerweile abgebaute „Luxus-WC“ brachte es ins Schwarzbuch der Steuerzahler Schleswig-Holstein

Das mittlerweile abgebaute „Luxus-WC“ brachte es ins Schwarzbuch der Steuerzahler Schleswig-Holstein

Foto: HA

Nachfolger des „Luxus-WC“ soll noch in diesem Jahr auf Höhe der Raifeisenbank an der Großen Straße aufgestellt werden.

Ahrensburg.  Aufatmen beim Behindertenbeirat der Stadt Ahrensburg. „Wir sind froh, das es jetzt endlich zu einer Entscheidung gekommen ist“, sagt dessen Vorsitzender Gerhard Bartel: „Wenn alles gut geht, steht schon sehr bald ein barrierefreies WC an der Großen Straße.“

Wie berichtet, war die als „Luxus-WC“ überregional bekannt gewordene öffentliche Toilette am Rathaus Ende Januar abgebaut worden. Jetzt hat der Umweltausschuss einstimmig den Standort für ein neues öffentliches Klo beschlossen. Es soll an der Großen Straße in Höhe der Raiffeisenbank aufgestellt werden, voraussichtlich noch in diesem Jahr. „Wir haben empfohlen, den genauen Platz noch einige Meter in Richtung der Parkplätze zu verschieben“, sagt Ausschussvorsitzender Christian Schmidt (Grüne).

Jeder Gang zum Luxus-Klo wurde mit 57 Euro gefördert

Ob das technisch möglich ist, müsse von der Verwaltung geprüft werden. Der Beschluss muss so oder so von der Stadtverordnetenversammlung abgenickt werden, deren Zustimmung aber als sicher gilt. Wie genau die neue Toilette aussehen wird, entscheidet jetzt die Verwaltung. 150.000 Euro sind im Haushalt 2018 verankert. Für den Betrieb sind in Zukunft jährlich 15.000 Euro eingeplant.

Damit liegen die neuen Kosten weit unter denen vom „Luxus-WC“. Von 2006 bis 2017 zahlte die Stadt jährlich 44.000 Euro für das Klo am Rathaus. Zwei Bürger gingen dort im Schnitt pro Tag ihrem Geschäft nach – jeder Gang wurde mit 57 Euro gefördert.

Der Behindertenbeirat der Stadt unterstützt den neuen Standort in der Innenstadt. „Der Bedarf ist dort nicht nur zum Stadtfest und Adventsmarkt groß“, sagt Gerhard Bartel. Es gebe viel Gastronomie, aber keine behindertengerechten Klos. „Die Toiletten der Restaurants und Bäcker liegen im Keller“, sagt Bartel, „da kommt man mit einem Rollstuhl aber nicht runter.“