Stormarn
Bauausschuss

Nur noch LED: Bad Oldesloe tauscht Straßenbeleuchtung

In Bad Oldesloe gibt es künftig nur noch Straßenlaternen, die mit LED beleuchtet sind (Symbolfoto)

In Bad Oldesloe gibt es künftig nur noch Straßenlaternen, die mit LED beleuchtet sind (Symbolfoto)

Foto: A3818 Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Bauausschuss hat beschlossen, dass die Straßenbeleuchtung flächendeckend auf LED umgestellt wird. Das kostet rund 1,2 Millionen Euro.

Bad Oldesloe.  Die Straßenbeleuchtung in Bad Oldesloe wird flächendeckend auf LED umgestellt. Das hat der Bauausschuss beschlossen. Das Projekt wird die Stadt 1,2 Millionen Euro kosten. Allerdings wird sich die Summe relativ schnell amortisieren. Denn in den nächsten 25 Jahren spart die Umrüstung geschätzt sechs Millionen Euro Energiekosten. Deswegen sollen auch funktionierende Lampen ausgetauscht werden.

Die Freien Bürger Oldesloe (FBO) sprachen sich zunächst gegen den flächendeckenden Austausch aus. „Funktionierende Leuchten auszutauschen ist verheerend für die Ökobilanz“, glaubt Fraktionsvorsitzender und Ausschussvorsitzender Matthias Rohde.

Ganz neue Lampen werden noch nicht ausgetauscht

Dem widersprachen die Grünen entschieden. In Sachen Umweltbilanz sei die Einschätzung der FBO „totaler Quatsch“, sagte Wilfried Janson (Die Grünen): „In diesem Fall ist das ökologisch sinnvoll, das belegen die Berechnungen.“ Nur Lampen, die erst vor zwei oder drei Jahren ausgetauscht wurden, bleiben in ihren Fassungen – vorerst. Sie werden ausgetauscht, wenn ihre Lebensdauer erreicht ist.

„Die neuen Leuchtmittel auszutauschen, wäre tatsächlich Verschwendung“, sagte Lars Wulff von dem auf Lichtkonzepte für Kommunen spezialisierten Hamburger Unternehmen „CL-Design“, das für die Stadt die Planungen übernommen hat.

Unklar, ob Anwohner zahlen müssen

Für die Umrüstung der Beleuchtung wird Bad Oldesloe selbst zahlen müssen. Im Haushalt 2019 sind dafür 950.000 Euro berücksichtigt. Wahrscheinlich werden 20 bis 25 Prozent der Gesamtkosten gefördert. Eine Zusage gibt es allerdings noch nicht.

Ebenfalls unklar ist, ob Anwohner der betroffenen Straßen direkt an den Kosten beteiligt werden. Das wäre nach der alten und derzeit ausgesetzten Straßenausbau-Beitragssatzung der Fall. Die soll allerdings bis zum nächsten Jahr überarbeitet werden.