Glinde

Sönke-Nissen-Schule bekommt gute Noten aus Kiel

Sebastian Knorr
Freuen sich über das gute Ergebnis ihrer Schule: Leiter Sascha Plaumann (v.l.) mit der kommissarischen Leitung Yvonne Pohle und Stellvertreterin Ulrike Kindervater

Freuen sich über das gute Ergebnis ihrer Schule: Leiter Sascha Plaumann (v.l.) mit der kommissarischen Leitung Yvonne Pohle und Stellvertreterin Ulrike Kindervater

Foto: HA

Nach dem Streit um die Fusionierung hat sich die Gemeinschaftsschule freiwillig evaluieren lassen. Auch gibt es wieder mehr Anmeldungen.

Glinde.  Wäre der Beschluss der Glinder Politik nicht durch einen Bürgerentscheid gekippt worden, wären die Gemeinschaftsschulen Wiesenfeld und Sönke-Nissen zu einem Schulzentrum zusammengelegt worden. Es kam anders: Mit Zweidrittelmehrheit schmetterten Glinder den Vorstoß Ende 2017 ab. Aber die Debatte hinterließ Spuren – vor allem bei der Sönke-Nissen-Schule. „Nach dem Scheitern der Fusion blieb in der Öffentlichkeit ein Bild bestehen, das sich auf die Schwächen unserer Schule konzentriert“, sagt deren stellvertretende Schulleiterin Ulrike Kindervater. Die Gemeinschaftsschule hat keine Oberstufe, ist deshalb bei Eltern weniger beliebt. Außerdem ist der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund im Vergleich zu den anderen Glinder Schulen hoch – das lag auch an einem angegliederten DaZ-Zentrum, das jetzt an die Gemeinschaftsschule Wiesenfeld verlegt wurde.

Im Frühjahr wandte sich die Schule wegen rückläufiger Anmeldezahlen an das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein, unterzog sich einem freiwilligen Schulfeedback. Experten machten Interviews mit Schülern und Lehrern, besuchten den Unterricht, begutachteten das Angebot sowie die Strukturen der Schule. Das alles machte bei ihnen offenbar einen guten Eindruck.

Schule startet wieder mit drei fünften Klassen

„Sie sind eine tolle Schule, stellen Sie das auch mehr nach außen dar“, ermunterte die Leiterin der Evaluation Inka Parnitz bei der Präsentation der Ergebnisse in der Schule. Gelobt wurde die fundierte Berufsorientierung, die enge Beziehung zwischen Lehrern und Schülern sowie das offene Ganztagsangebot. Wo es noch nicht rund läuft, würden Probleme „mit Mut und einem hohen Maß an Engagement angegangen.“ Die positive Entwicklung zahlt sich offenbar aus: „Wir haben 73 Schüler in drei neuen fünften Klassen“, sagt Ulrike Kindervater. Im Jahr zuvor waren nur zwei fünfte Klassen gestartet.

( kno )

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