Stormarn
Sondersitzung

Bargteheide beugt Abrissen im Bahnhofsviertel vor

Bereits 2016 fand der erste Stadtdialog in Bargteheide statt. Das Thema Parkplätze  beherrschte das Gespräch rund 50 Teilnehmer

Bereits 2016 fand der erste Stadtdialog in Bargteheide statt. Das Thema Parkplätze beherrschte das Gespräch rund 50 Teilnehmer

Foto: Christina Schlie / HA

Bartgeheider Stadtvertreter tagten kurzfristig für eine Sondersitzung. Anlass war der Verkauf des ehemaligen Fischrestaurants. Details.

Bargteheide.  Die Bargteheider Stadtvertreter haben während einer kurzfristig einberaumten Sondersitzung eine sogenannte Veränderungssperre für das westliche Bahnhofsumfeld beschlossen. Diese verhindert, dass bauliche Veränderungen vorgenommen und beispielsweise Gebäude abgerissen werden können. Anlass war der Verkauf des ehemaligen Fischrestaurants Seeteufel, das geschlossen ist. Mit dem Beschluss will sich die Stadt alle Optionen zur seit Langem geplanten Umgestaltung des Bahnhofsviertels aufrechterhalten.

„Wir haben erst im Nachhinein von dem Eigentümerwechsel der Gastronomie am Bahnhofsvorplatz erfahren“, sagt Alexander Wagner, Referent der Stadt Bargteheide. Die Veränderungssperre gilt zunächst für zwei Jahre und kann verlängert werden.

Zusätzliche Parkplätze sowie Busbahnsteige in Planung

Seit 2013 plant die Stadt die Umstrukturierung des Bahnhofsumfeldes. Optionen wie ein Fahrradparkhaus, zusätzliche Parkplätze für Autos und die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs müssen noch konkretisiert werden. Ideen und Wünsche der Bürger aus zwei Stadtdialogen werden Anfang September von einer eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe ausgewertet. „Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, wo die Planung konkreter werden kann“, so Alexander Wagner. „Als Stadt haben wir uns nun die Planungshoheit gesichert.“

Ein Teil ist die Umgestaltung des bestehenden Parkplatzes, um den Verkehr zum Traberstieg neu zu führen und zusätzliche Parkplätze zu schaffen. Zudem sollen parallel zur Fahrbahn im Bereich der Bahnhofstraße an beiden Seiten Busbahnsteige angelegt werden.

Stadt hat sich um Fördermittel beworben

Um das Gebiet nicht nur unter verkehrlichen Aspekten, sondern auch städtebaulich attraktiver zu gestalten, beteiligte sich die Stadt zudem erfolgreich an einem Interessenbekundungsverfahren für Fördermittel des Landes. Unter elf Kommunen erhielt Bargteheide zusammen mit fünf weiteren Antragstellern die erforderliche Zusage, um sich an dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ beteiligen zu können. Der Antrag muss bis zum Februar 2019 eingereicht werden.