Stormarn
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Müllabfuhr in Stormarn: „Sind wieder pünktlich“

Die Nachbarn Armin Wannowius (66) und Horst Marzi (74) ärgern sich über ihren nicht abgeholten Müll 

Die Nachbarn Armin Wannowius (66) und Horst Marzi (74) ärgern sich über ihren nicht abgeholten Müll 

Foto: Johanna Helbing / HA

Entsorger hat neue Mitarbeiter eingestellt. Vereinzelt gibt es aber noch Probleme. Einige Tonnen wurden erst eine Woche später geleert.

Ahrensburg.  Gute Nachricht für die Menschen in Stormarn: Die Bio- und Restmülltonnen werden nach Angaben der Abfallwirtschaft Südholstein ab sofort wieder pünktlich geleert. Rund vier Monate lang kam es kreisweit zu Verzögerungen. Zeitweise war die Müllabfuhr mehr als eine Woche zu spät gewesen. „Nun sind die Rückstände aufgeholt“, heißt es von der AWSH.

Vereinzelt gibt es offenbar aber immer noch Probleme. An der Gustav-Delle-Straße in Ahrensburg haben die Anwohner mehr als eine Woche darauf gewartet, dass ihre Restmülltonnen geleert werden. Die Straße wurde offenbar bei der normalen Tour am 1. August vergessen. „Seitdem standen die stinkenden Behälter auf dem schmalen Gehweg“, sagt Anwohner Horst Marzi. Das sei insbesondere bei der Hitze unschön.

Einarbeitung neuer Fahrer braucht noch Zeit

„Die neuen Fahrer müssen noch eingearbeitet werden“, sagt AWSH-Sprecher Olaf Stötefalke. „Sie müssen zum Beispiel die lokalen Besonderheiten kennenlernen. Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass kleine Stichstraßen übersehen und abgelegene Objekte nicht gefunden werden.“ Betroffene Kunden sollen sich bei der AWSH melden, „damit wir das Problem schnellstmöglich lösen können“, sagt Stötefalke.

Das hat Horst Marzi mehrfach getan. „Doch seit Montag wurden die am Telefon zugesagten Termine immer wieder um einen Tag verschoben“, sagt der 74-Jährige. Bis gestern Mittag: Da wurden die Tonnen schließlich geleert.

Personalmangel hatte mit Lohngefälle zu tun

Grund für das Müll-Chaos war ein Personal-Mangel beim Subunternehmen Grabau Entsorgung GmbH (GEG). Viele Fahrer hatten die Firma aus Geesthacht verlassen, weil sie in Hamburg deutlich mehr Geld verdienen konnten. Die Abfallwirtschaft beschloss daraufhin, den GEG-Mitarbeitern einen Lohnzuschlag zu zahlen. Zudem unterstützte sie mit eigenen Fahrern und der Hilfe von Entsorgern aus Hamburg, Lübeck, Ostholstein und dem Herzogtum Lauenburg.

Auf den Recyclinghöfen darf nun kein Müll mehr kostenlos abgegeben werden. Beistellungen zu den Mülltonnen werden laut AWSH noch bis 17. August mitgenommen.