Stormarn
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Fliegerbombe in Bad Oldesloe entschärft

Die Entschärfung des Blindgängers, wegen der rund 1200 Menschen ihre Wohnung verlassen mussten, war erfolgreich.

Experten des Kampfmittelräumdienstes haben am Montag in Bad Oldesloe einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Dafür mussten bis 10.00 Uhr bis zu 1200 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die Zehn-Zentner-Fliegerbombe war nach Polizeiangaben bei Routineprüfungen in einem geplanten Neubaugebiet gefunden worden.

Da in solchen Fällen die Gefahr besteht, dass der Sprengkörper doch vor Ort aktiviert wird, ist es unbedingt erforderlich, alle Gebäude im gefährdeten Umkreis zu evakuieren“, sagt Holger Meier von der Polizeidirektion in Ratzeburg.

Die Bombe lag etwa fünf Meter tief im Erdreich. Gegen 11.25 Uhr wurde die Entschärfung erfolgreich abgeschlossen, die Sperrungen wurden wieder aufgehoben. Der Blindgänger befand sich in direkter Nähe zur Bahnstrecke nach Hamburg, weswegen auch die Bahnstrecke gesperrt werden musste. Die Sperrzone hatte einen Radius von etwa 500 Metern (siehe Grafik).

Im Oldesloer Stadtgebiet werden immer wieder Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Betroffen sind vor allem Areale um den Bahnhof und entlang der Bahnlinien. Die letzte Evakuierung in vergleichbarer Größe liegt vier Jahre zurück. Damals musste am Glinthorst eine Fliegerbombe entschärft werden.