Stormarn
Messerangriff

Staatsanwältin fordert sieben Jahre Haft für Bargteheider

Das Schwurgericht am Lübecker Landgericht verhandelt den schockierenden Fall (Archivfoto)

Das Schwurgericht am Lübecker Landgericht verhandelt den schockierenden Fall (Archivfoto)

Foto: Olaf Malzahn / dpa

Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre Haft für den Mann, der seine Freundin lebensgefährlich verletzte und dann in die Tiefe sprang.

Bargteheide.  Dem Bargteheider, der im Oktober 2017 mehr als 20 Mal mit einem Küchenmesser auf seine Freundin eingestochen haben soll, droht eine längere Gefängnisstrafe. Die Staatsanwaltschaft hat in ihrem Plädoyer vor dem Schwurgericht am Lübecker Landgericht sieben Jahre Haft wegen versuchten heimtückischen Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung für den Mann gefordert.

Der damals 25-Jährige soll seine Freundin in der gemeinsamen Wohnung angegriffen haben, nachdem diese sich von ihm trennen wollte (das Abendblatt berichtete). Die Mutter zweier Kinder wurde bei der Attacke im dunklen Schlafzimmer lebensgefährlich verletzt. Sie konnte nur dank einer Notoperation gerettet werden. Der Bargteheider sprang nach der Tat vom Balkon im dritten Stock rund 15 Meter in die Tiefe, wurde dabei ebenfalls lebensgefährlich verletzt.

Vor dem Schwurgericht bestritt der Mann die Tat nicht. Er behauptete aber, sich nur noch an Bruchstücke aus der Nacht erinnern zu können. Das Urteil wird am kommenden Dienstag, 31. Juli, um 9 Uhr verkündet.