Stormarn
Spende

In Tangstedt ist nach der WM vor der EM

Sebastian Conrad (von links), Uwe Seeler, Gerhard Delling und Folke Kaempfe freuen sich über das gute Spendenergebnis

Sebastian Conrad (von links), Uwe Seeler, Gerhard Delling und Folke Kaempfe freuen sich über das gute Spendenergebnis

Foto: Claudia Blume

1758 Euro kamen beim Public Viewing in der Alten Rader Schule für die Uwe-Seeler-Stiftung zusammen. Fortsetzung in 2020 anvisiert.

Tangstedt.  Nicht nur Gastronomin Folke Kaempfe, auch Fußball-Legende Uwe Seeler hatte sich ein Weltmeisterschaftsfinale mit deutscher Beteiligung gewünscht – schon damit beim Public Viewing in der Tangstedter Alten Rader Schule neben dem Ball auch der Euro so richtig rollt. Schließlich sollten pro Sitzplatz zwei Euro an die Uwe-Seeler-Stiftung gehen.

Organisator Sebastian Conrad zog nun nach trüber sportlicher eine dennoch insgesamt positive Bilanz: „Wir freuen uns sehr, dass einschließlich der Einnahmen aus der großen Tombola insgesamt 1758 Euro zusammengekommen sind, mit denen Menschen in Not geholfen werden kann.“

Uwe Seeler äußert Kritik an Jogi Löw

Rund 250 Besucher sahen in der Alten Rader Schule jeweils die Spiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko, Schweden und Südkorea – Seite an Seite mit Fußballgrößen wie Charly Dörfel und Max Lorenz, Frank Rost, Jürgen Stars oder Peter Hidien. „Das waren Stars zum Anfassen in einer authentischen, tollen Atmosphäre“, schwärmt Folke Kaempfe und liebäugelt bereits mit weiteren Events – etwa zur Fußball-Europameisterschaft 2020. Diese wird in zwölf Ländern gespielt mit dem Finale am 12. Juli in London.

„Das wird was“, sind sich ARD-Moderator Gerhard Delling und Uwe Seeler einig und meinen damit auch den Neustart der ramponierten Deutschland-Elf. „Da gibt’s nichts zu beschönigen: Spielfreude, Einsatz und Teamgeist haben gefehlt“, resümiert „Uns Uwe“, der seit Anfang der 60er-Jahre in Norderstedt lebt. „Jogi Löw hat sich zu sehr auf die alten Hasen verlassen, die ihn im Regen stehen gelassen haben. Allerdings hat er viele talentierte junge Spieler, aus denen er bis zur Europameisterschaft eine erfolgreiche Mannschaft formen kann“, sagt er.

Und Delling ergänzt: „Technisch spielen die Deutschen besser als beim WM-Titelgewinn 2014 und hätten mit der richtigen Einstellung locker das Halbfinale erreicht, denn wirklich guten Fußball gab es in Russland leider nicht zu sehen.“ Blu