Stormarn
Nahverkehr

Wie ein Bahnübergang zum Dauer-Ärgernis wird

Am Bahnübergang Brauner Hirsch in Ahrensburg gibt es immer wieder technische Probleme

Am Bahnübergang Brauner Hirsch in Ahrensburg gibt es immer wieder technische Probleme

Foto: HA

Die Schranken am Braunen Hirsch in Ahrensburg sind immer wieder defekt. Die Bahn ist verspätet und die Autofahrer sind genervt.

Ahrensburg.  Sie ist so etwas wie ein Dauerbrenner unter den Hiobsbotschaften für Bahnpendler und Autofahrer: die „Bahnübergangsstörung zwischen Rahlstedt und Ahrensburg“, die in den meisten Fällen den Übergang Brauner Hirsch in Ahrensburg betrifft. Immer wieder kommt es dort zu Problemen, zuletzt am Wochenende und am Montag. Die Folge für Bahnfahrer: Die Züge verspäten sich oder fallen aus. Die Folge für Autofahrer: Sie müssen warten oder große Umwege in Kauf nehmen.

Seit vergangenen Donnerstag gab es nun immer wieder die berüchtigten Störungen. Offenbar haben die Techniker die Probleme nicht kurzfristig in den Griff bekommen können, so dass die vielgenutzte Straße ab Sonnabend komplett gesperrt werden musste. Dafür ist dann der Wochenend-Bereitschaftsdienst des Ahrensburger Bauhofs ausgerückt. Auch noch am Montagvormittag kam es wieder zu Verspätungen im Bahnverkehr.

Was genau das Problem war oder ist, seit wann die Störungen auftraten, welche konkreten Auswirkungen sie hatten und ob in den nächsten Tagen mit weiteren Ausfällen zu rechnen ist? Auf diese Fragen konnte die Deutsche Bahn am Montag trotz mehrfacher Nachfrage keine Antwort geben.

Sperrung sorgte besonders am ersten Ferienwochenende für Ärger

Die Sperrung hat insbesondere an diesem ersten Ferienwochenende für Ärger gesorgt. Tausende Hamburger, die im Osten der Stadt wohnen, nutzen den Weg normalerweise, um zur Autobahn zu gelangen. Tausende Stormarner wiederum fahren über den Braunen Hirsch beispielsweise in Richtung Flughafen.

Am Wochenende standen sie nun unvermittelt vor der Straßensperre. Es kam zu Staus, einige Autofahrer haben nach Augenzeugen-Berichten sogar die Absperrung umfahren und sind über die nicht gesicherten Gleise gefahren. „Das ist lebensgefährlich“, warnt Gerhard Stelke von der Bundespolizei. Er appelliert auch an die Vernunft der Bürger, gesperrte Straßen nicht widerrechtlich zu befahren oder gar geschlossene Halbschranken zu ignorieren.

Für Ärger hat allerdings auch gesorgt, dass es keine Informationen über die Sperrung gab. Weder von der Bahn, noch von der primär zuständigen Bundespolizei gab es verlässliche Information. Auch die Landespolizei, die immer dann unterstützend eingreift, wenn es schnell gehen muss und die Bundespolizei nicht rechtzeitig am Einsatzort sein kann, informierte über nicht die Straßensperrung. Und die Stadt Ahrensburg, die letztlich die Sperrung faktisch umgesetzt hat, verweist darauf, dass die Information nicht im Vorfeld bei der Verkehrsaufsicht gelandet ist sondern wegen „Gefahr im Verzug“ lediglich beim Wochenend-Bereitschaftsdienst.