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Gesundheit

Brustkrebs-Vorsorge: Mammobil kommt nach Bad Oldesloe

Das mobile Screening-Labor, das sogenannte Mammobil, ist seit einigen Wochen wieder auf Tour

Das mobile Screening-Labor, das sogenannte Mammobil, ist seit einigen Wochen wieder auf Tour

Foto: angeliefert

Vom 8. August an wird das Mammobil auf dem Parkplatz am Kurpark von Bad Oldesloe stehen und dort bis zum 14. September bleiben.

Brustkrebs ist bundesweit mit 72.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Im gleichen Zeitraum sterben mehr als 17.000 Frauen an den Folgen einer Erkrankung. In Schleswig-Holstein zählen die Experten jährlich rund 3100 Neuerkrankungen und etwa 640 Todesfälle. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sollen helfen, diese Zahlen zu verringern.

Bad Oldesloe. Deshalb gibt es in ganz Deutschland 94 sogenannte Mammografie-Screening-Einheiten. Eine davon ist für die Region „östliches Schleswig-Holstein“ zuständig. Sie besteht inzwischen seit zehn Jahren. In diesem Zeitraum haben mehr als 300.000 Frauen die Möglichkeit zur Mammografie genutzt. Bei rund 21.000 von ihnen waren ergänzende Untersuchungen erforderlich, die meistens mit einem gutartigen Befund abgeschlossen werden konnten.

In 2000 Fällen wurden allerdings Karzinome diagnostiziert. 70 Prozent davon waren sogenannte Frühbefunde, bei denen der Tumor kleiner als zwei Zentimeter ist. Durch das Screening können auch diese kleineren Tumore gefunden werden, so dass in der Regel eine weniger aufwändige und weniger belastende Therapie möglich ist.

Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden eingeladen

Das mobile Screening-Labor, das sogenannte Mammobil, ist seit einigen Wochen wieder auf Tour. Vom 8. August an wird es auf dem Parkplatz am Kurpark von Bad Oldesloe stehen und dort voraussichtlich bis zum 14. September bleiben. Zur Vorsorgeuntersuchung eingeladen werden alle Frauen der Altersgruppe wischen 50 und 69 Jahren, die im Bereich der Postleitzahlen 23843, 23847 und 23860 wohnen.

Für die Anfertigung der Röntgenaufnahme werden digitale Mammografiesysteme der neuesten Generation verwendet, welche eine Optimierung der Bildqualität und eine Minimierung der Strahlendosis gewährleisten sollen. Die Frauen werden von speziell geschulten Mitarbeiterinnen geröntgt. Die Aufnahmen werden von zwei erfahrenen Ärzten beurteilt. Den Befund bekommen die Frauen nach etwa zehn Tagen, auf Wunsch werden die behandelnden Ärzte informiert. Die gesetzlichen Krankenkassen sind zur Kostenübernahme verpflichtet.